Tag 14: Olema nach Portola Redwood State Park

Bei schönem Sonnenschein begann der heutige Tag mit einem gemütlichem Frühstück auf dem Campingplatz.

Dann ging es, ich würde fast sagen „raus“, nach Point Reyes. Der Leuchtturm war zwar geschlossen aber alleine die Fahrt dorthin war schon ein Genuss. Es ging Hauptsächlich durch niedrige mit Wiesen bedeckte Hügel mit viel Kühen drauf. Größtenteils durch das Landesinnere aber immer mal wieder mit freiem Blick auf die Küste. Was ein bisschen genervt hat, war der doch recht heftige Wind. Je nachdem wo bzw. in welche Richtung man um einen Hügel kam hat der einen doch das eine oder andere mal recht unglücklich erwischt.

Als ich die Treppe runter zum Leuchtturm gesehen habe, war ich eigentlich doch ganz froh das dieser geschlossen war. Ansonsten hätte ich jetzt bestimmt Muskelkater.

 

Auf den Fußweg zurück zum Parkplatz sind mir dann noch ein paar Motorfahrer begegnet. Was den Ausflug  mit einer netten Unterhaltung und mehr Tipps für gute Strecken wie ich mir merken konnte, gewürzt hat.

Weiter ging es über die 1 bis kurz vor San Francisco. Dort kam es wieder zu einem treffen mit der altbekannten 101. Nur das diese inzwischen zu einem 4 spurigen Freeway mutiert war. Naja es half ja nichts, also rein ins Verkehrsgewimmel.

Zwischendurch gab es in Stinson Bean noch einlenken Sandwich mit gebratenem Lachs.

Kur bevor es über Die Brücke ging, habe ich mir dann Plätze zum Fotografieren gesucht. Leider war der Feldweg für einen guten Blick von unten selbst für Fußgänger gesperrt. Und da Thorsten sich ja an Schilder hält, gab es nur einen Blick von oben.

Danach ging’s rein in den Großstadtdschungel. Hier gelten Komplett andere Verkehrsegeln wie ich es bisher in den USA gewohnt war. 10 Meilen zu schnell fahren und Du blockierst den Verkehr. Da ich mich ja noch nebenbei Orientieren musste, war ich also als Bremsklotz unterwegs. Nachdem ich dann diverse Baustellen umschifft hatte habe ich es in die City und zur Touristeninformation geschafft.

Das hätte ich mir aber auch sparen können. Ich wusste gar nicht das es sovielmal Touristen auf einen Haufen geben kann. Dem entsprechend haben die Damen an der Beratung sich auf das wesentliche beschränkt.

Als nächstes kam die suche nach einem Hotel. Ich glaube nach dem 5ten oder 6ten habe ich aufgegeben. Alles ausgebucht und alle waren der Meinung, das ich im Bereich der City nichts halbwegs bezahlbares mehr finde. San Francisco muss man wohl vorplanen.

Somit habe ich mir noch einen Kaffe plus kleinem Snack gegönnt und einer Weile dem bunten Treiben zugesehen. Hier wurde heute so ziemlich jedes Klischee bestätigt. Vom Motorradfahrer in Anzug, inklusive Krawatte im Fahrtwind, bis zum Schwarzen der seinen Gettoblaster hinter sich her zog und mit seiner Frau mehr Tanzend und singend als gehend durch die Stadt zog.

Ich muss am Ende aber sagen, dass ich ganz froh war wieder aus dem Trubel heraus zu sein. Irgendwie bin ich momentan mehr auf Land und Ruhe als Großstadt Hektik eingestellt.

Ein verteil hatte der kurze Besuch von San Francisco. Ich habe mal wieder Anfahren am Berg geübt. Plus parken in Schräglage.

Aus San Francisco raus ging es wieder auf den Highway 1 über Pacifica und Hals Moon Bay. Ein Stück südlich ging es dann über die 84 in Richtung Berge. Eine Perfekte Strasse zum Motorrad fahren. Fast alle Kurven waren für den Geschwindigkeitsbereich 50 – 80 km/h. Nichts absträngendes aber schön viel in Schräglage fahren.

So gegen sieben Uhr habe ich dann angefangen nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu schauen. Nur um festzustellen, dass ich irgendwo im Nirgendwo war. Nach Karte währe die nächste beste Variante meine Route zu verlassen und Richtung Palo Alto zu fahren. An der Kreuzung gab es dann aber ein Hinweisschild zu einem State Park. Da gibt es bestimmt auch einen Campingplatz, habe ich mir gedacht und bin prompt in die Richtung abgebogen. Damit ging es Dan ca. 20 Minuten mit Tempo 20 bis 50 über eine kleine Landstraße von einer Kehre zur nächsten.

Am Ziel gab es dann tatsächlich einen Campingplatz mit fast 60 Plätzen. Jetzt ist einer davon Belegt.

Damit sitze ich hier jetzt einsam und alleine im Portola Redwood State Park anstatt in der großen Stadt. Statt Restaurant und Kneipen gab es Würstchen über dem Lagerfeuer und heiße Schokolade vom Pulver. Aber es gefällt mir.

Schade das es schon dunkel ist. Hier kam gerade der ersten Besucher vorbei, auch genannt Fuchs. Da könnt ihr mal sehen wie ruhig das hier ist. Ich kann ohne besonders drauf zu achten einen Fuchs vorbei gehen hören. Dieser war sogar so nett ’ne halbe Minute im Schein der Taschenlampe stehen zu bleiben.

Veröffentlicht unter Urlaub Kanada/USA 2013 | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Tag 13: Fort Bragg nach Olema

Da das Wetter von gestern sich noch gehalten hat, ging es heute als erstes hinein nach Fort Bragg und dort gab es ein gutes Frühstück. Ich hatte bei den nassen Verhältnissen einfach keine Lust auf dem Campingplatz zu frühstücken.

Nächster Anlaufpunkt war dann die Touristen Information. Wo ich wieder gewohnt gut beraten wurden.

Weiter ging es über die 1 zum Russion Gulch Park. Dies war der zweite State Park wo sie Eintritt wollten. Daher bin ich erstmal zur State Park Verwaltung, um mir wie für Washington und Oregon eine Monatskarte für die State Parks zu holen. Aber Überraschung, In Kalifornien gibt es nur eine Jahreskarte und die kostet gleich 195,-$. In den anderen Stätten habe ich glaube ich 30,-$ bezahlt.

Kalifornien ist halt teuer. Wie ich bereits an verschiedenen Stellen festgestellt habe. Sprit kostet heut auch 50 Cent pro Gallone mehr. Ganz zu schweigen von den Campingplätzen. Der von gestern scheint ein Ausrutscher gewesen zu sein. Heute war ich bei zwei Plätzen bei über 40 Dollar. Naja, jetzt bin ich mal hier nur will die Armen Kalifornier gerne etwas unterstützen.

Da das Wetter immer noch diesig und Wolkig war, bin ich kurz entschlossen dem Highway 128 Richtung Landesinnere gefolgt. Nach 3 oder 4 Meilen hatte ich dann blauen Himmel und Sonnenschein. der Abstecher führte mich über Navarro und Boonville durch ein Wein Anbaugebiet. Mal eine angenehme Abwechslung in der Landschaft.

In Boonville gab es dann eine Kleinigkeit zum Mittag und über eine kleine Landstraße ging es von dort zurück zur Küste. Die Strasse war zwar teilweise etwas Holprig aber ansonsten wie für Motorradfahrer gemacht. Die müssen hier über ca. 35km vergessen habe wie eine gerade aussieht. Also extra gab es sozusagen praktisch keinen Verkehr. Mir sind auf der ganzen Strecke vielleicht ein halbes Dutzend Autos entgegen gekommen. In meine Richtung hatte ich einmal ein Auto vor mir. Der ist aber bei der ersten Möglichkeit zur Seite Gefahren und hat mich vorbei gelassen.

Höhe Manchester bin ich dann wieder auf den Highway 1 eingebogen und habe als nächstes das Point Arena Ligthouse besucht. Ein Leuchtturm mit angeschlossenen Museum. In dem kleinem Museum ist einiges zur Historie des Leuchtturms, der dortigen Schifffahrt sowie zur eingesetzten Technik im Leuchtturm über den Lauf der Zeit zu sehen. Als Schmankerln darf Mann dann die 145 Stufen auf den Leuchtturm erklimmen und den Rundblick genießen. Zumindest bei schönem Wetter muss der hervordrang sein. Aber euch heute hat sich der Ausblick gelohnt. Das ganze wird von zwei Freiwilligen Führern begleitet die noch einiges Erzählen. Was beide sehr gut gemacht haben. Auf alle Fälle hat sich der Besuch gelohnt.

Südlich von Point Arena zieht sich die Küste weiter nach Osten und das Wetter wurde nach und nach besser. Das könnte aber auch dem aufkommenden Wind geschuldet sein. auf alle Fälle gab es am Nachmittag dann wieder Sonnenschein. Dafür hat mir der Wind meine Cola beim Picknick geklaut. Einem posieren Effekt hat der Wind aber auf alle Fälle, der Pazifik sieht jetzt mehr nach Meer aus. Vorher war das Wasser teilweise so ruhig, dass Mann nur anhand der Größe auf einen Ozean schließen konnte.

Weiter Richtung Süden hat sich die Landschaft dann nach und nach verändert. Es gab weniger Wald Udo die Berge wurden etwas höher. Das ergab teilweise noch fantastischere Aussichten an der Küste. ganz nebenbei wurde auch der Highway 1 mal wieder zu einem Motorradfahrer Paradies.

Ab Bodega Bay machte die 1 dann einen Schwenk in Richtung Landesinnere. Hier gab es neben rundlichen Hügeln jede Menge Landwirtschaft, vor allem Kühe zu sehen.

Ein paar Meilen später ging es dann wieder an die Küste. Bzw. An eine lange Bucht nahmen’s Tomales Bay. kurz nach dem Ende der Bucht bin ich dann in Olema auf einem Campingplatz gelandet.

Veröffentlicht unter Urlaub Kanada/USA 2013 | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Tag 12: Elk Prairie nach Fort Bragg

Nach einem kleinen Mini Frühstück habe ich heute zum Start einen kleinen Spaziergang durch die Redwoods gemacht. Gute zwei Stunden später gab es dann ein etwas Ausführlicheres Frühstück und danach habe ich Zelt abgebaut und gepackt.

Gegen 11:00 ging es dann weiter auf der 101. Erst noch ein bisschen durch den Wald und dann entlang der Küste nach bis Eureka. Die Strasse war größtenteils aus Freeway ausgebaut. Dadurch bin ich recht zügig voran gekommen. In Eureka wollte ich die Information aufsuchen. Nur leider hatte die auf einem Sonntag geschlossen. Ist halt noch nicht Saison. Daraufhin gab es dann einen Kaffee und eine Kleinigkeit zur Stärkung.

Ab Eureka verlief die 101 weiter im Landesinneren und es gab erstmal keine Küste mehr zu sehen. Die Landschaft hat zwischen flachen Bereichen mit Landwirtschaft und Bergen gewechselt. Es gab somit immer wieder was neues zu sehen.

Durch die nächsten beiden Redwood National Parks ging es dann über die „Avenue of the Giants“ und damit runter vom Freeway. Die Strasse schlängelt sich die Redwoods und man hat teilweise fast das Gefühl durch einen Tunnel zu fahren. Wo die Strasse durch dichten Wald kann man nur an kleinen hellen Flecken auf dem Boden erkennen, dass die Sonne scheint.

Zurück auf der 101 geht’s noch ein paar Meilen weiter bis Höhe Leggett der Abzweig auf den Highway 1 kommt. Damit heißt es nach mehreren schönen Tagen Abschied vom Highway 101. Ab jetzt folgt meine Route der Nummer 1.

Der Highway 1 hat sich auch gleich von seiner besten Seite gezeigt. Kurz nach dem Anfang kam gleich ein Schild „Achtung Kurven auf den nächsten 22 Meilen“. Die Strasse zeigte sich dann auch immer wieder von ihren besten Seite. Enge Kurven wechselten sich mit leicht geschwungenen Teilstücken ab. Gerade Strecken waren Mangelware. Das hat zwar den Geschwindigkeitsschnitt des Tages enorm nach unten gedrückt, aber verdammt viel Spass gemacht.

Zurück an der Küste war es Schlagartig vorbei mit Sonnenschein. Hier zogen vom Pazifik diesige Schwaden Landeinwärts. Leider in einer Höhe von nur ca. 50 Metern. So das ich mich teilweise gefühlt habe als fahre ich durch Wolken. Es regnet zwar nicht aber trotzdem wird alles was mit der Luft in Berührung kommt über kurz oder lang Nass. Ich würde ja fast behaupten hier sind über 100% Prozent Luftfeuchtigkeit, falls das geht.

Der erste Campingplatz den ich angesteuert habe wollte die Preise von letzter Nacht noch toppen, vierzig Dollar für einen Nacht. Beim zweiten hatte ich dann etwas mehr Glück und durfte für $25 mein Zelt aufbauen. Auf alle Fälle scheinen die Preise für Übernachtung hier in Kalifornien etwas höher zu sein wie ich es bisher gewohnt bin.

Veröffentlicht unter Urlaub Kanada/USA 2013 | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Tag 11: Port Orford nach Elk Prairie Campground (Prairie Creek Redwood State Park)

Der Tag starte bei bestem Wetter mit einem kleinen Frühstück im Motel bei freiem Blick auf den Pazifik.

Eigentlich war ich ja früh aufgestanden um rechtzeitig unterwegs zu sein. Eine kleine Unterhaltung mit Motel Nachbarn hat den guten Ansatz aber zu nichte gemacht.

Von Port Orford ging es die 101 weiter Richtung Süden. Am Anfang wieder nette bergige Bereiche mit immer wieder super Ausblick auf den Pazifik. Kurz vor Brookings wurde es dann wieder flacher mit Sanddünen und Wiesen.

In Brookings gab es dann etwas verspätet ein Omelett zum zweiten Frühstück, oder war es doch schon Mittag?

Kurz hinter Brookings bin ich bei strahlendem Sonnenschein in Kalifornien angekommen. Erster Unterschied, die 101 wurde zum Freeway. Damit ging es recht zügig nach Crescent City. In Crescent City habe ich die Info für die Redwood National Parks aufgesucht und mir die Tipps für den Tag geholt.

Erste Empfehlung der jungen Dame war ein Waldweg durch den Jedediah Smith Redwoods State Park. Hier darf man doch tatsächlich quer durch den Park fahren. Wer einen normalen PKW hat sollte allerdings keine Angst um sein Auto haben. Es gab doch ein paar holprige stellen inklusive Wasserloch, etc.. Der Anblick der großen Bäume war aber fantastisch.

Nach der Runde ging es weiter zum Mysterie Tree Park. Die Gondelfahrt durch den Wald und die Schnitzerei Ausstellung in Überlebensgröße habe ich mir allerdings erspart. Der Gang durch das kleine Museum war allerdings einen Stop Wert. Hier werden alle möglichen Sachen der Indianer Ausgestellt. Aufgefeilt nach Gebiet und Stamm. Neben Kleidung und aller möglichen Sachen für den täglichen Gebrauch wird auch etwas zur Historie der Indianer mit Ankunft der Weißen und deren Entwicklung Ausgestellt.

Im nächsten Streckenabschnitt ging es über die alte 101 durch den Prairie Creek Redwoods State Park und dann auf einer Nebenstrecke zum Fern Canyon. Wobei Nebenstrasse etwas übertrieben ist. Feldweg mit kleinen Fuhrten trifft es besser. Der Canyon ist von seiner Größe nichts besonderes, bietet aber einen schönen Anblick da die Wände komplett mit Moos und anderem bewachsen sind. Es ist also alles Grün um einen herum. Das der Rundweg als Wanderweg in den Karten eingezeichnet ist, scheint mir etwas übertrieben. Den Weg gibt es nur zum Anfang und Ende der Schlucht. In der Schlucht selber muss sich jeder seinen Weg suchen. Das heißt nasse Füße und/oder über umgestürzte Bäume klettern.

Vom Fern Canyon ging es ein Stück zurück zum Campingplatz. Unterwegs habe ich nochmal angehalten um eine Herde Hirsche zu Fotografieren. Daraus ist leider nichts geworden. Gab eine nette Unterhaltung mit zwei anderen Bikern und eine drei viertel Stunde später waren fast alle Hirsche verschwunden.

Immerhin war ich noch rechtzeitig auf dem Campingplatz um mein Zelt im hellen aufzubauen.

Aber die spinnen hier in Kalifornien, 35 Dollar für den Campingplatz. Im Olympic Park waren ähnlich Ausgestattete Plätze bei 14 Dollar. 

Veröffentlicht unter Urlaub Kanada/USA 2013 | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare