Tag 18: Ridgecrest nach Shoshone

Das war heute ein länger und anstrengender Tag.

Nach einem kleinen Frühstück ging es als erstes zur Tankstelle. Kurz nach 8:00 Uhr von dort dann Richtung Death Valley. Über die 178 vorbei an Trona und ein Park anderen Orten, die größtenteils ausgestorben wirken. Hier haben anscheinend mal erheblich mehr Leute in den beiden Mineral Werken gearbeitet. Heute machten die Orte einen sehr verlassenen und teilweise zerfallenen Eindruck. ist wohl das was man hier eine „Living Ghost Town“ nennt.

Im Panamint Valley habe ich dann den Abzweig Richtung Wildrose genommen. Eine kleine Nebenstraße die sich hoch in das Panamint Gebirge schlängelt. Der Südliche Teil der Strasse wird anscheinend nicht viel genutzt und gewartet. Hier fehlte an der einen oder anderen Stelle der Asphalt. Ab Wildrose Richtung Norden war die Strasse dann in erheblich besseren Zustand. Irgendwann ein paar Meilen nördlich von Wildrose ging es dann auf einen kleine Schotterstraße vorbei an einer alten Goldmine zum Aguereberry Point. Von Dort gab es einen ersten beeindruckenden Blick auf das eigentlich Tal und vor allem auf die Umliegenden Berge. In eine Richtung konnte Mann sogar die Spitzen zweier mit Schnee bedeckter Berge erkennen.

Die 10 Meilen Schotterpiste waren allerdings eine kleine Herausforderung. Wenn nicht Eng und Winkelig dann fast durchgängig Waschbrett. Wenn irgend etwas am Motorrad nicht richtig fest war, hätte ich es auf dem Weg unter Garantie verloren bzw. Bemerkt. 

Sowieso waren für mich heute die Berge rund um das Death Valley der eigentliche Höhepunkt. Das Tal selber hat aus meinen Augen erstmal nicht viel zu bieten. Ist Aufgrund seine geografischen Lage der Zugpunkt und Namensgeber für den National Park.

Die Berge sind aber fantastisch. Mal Wüstenartig mit Gestrüpp, mal Kahl mit Sand oder Felsen in unterschiedlichsten Farben. Zwischendurch gibt es dann immer wieder eine Stelle wo es Grün ist und vereinzelte Bäume wachsen.

Absolut sehenswert ist auch der nördliche Teil vom Panamint Valley. Der Bereich um Panamint Springs. Dank es eines Tipps den ich in den letzten Tagen bekommen hatte, war ich noch den kleinen Abstecher Richtung Westen Gefahren. Der Anblick rund um die 190 westlich von Panamint war mit ein Höhepunkt des Tages. Mal ganz abgesehen davonlasst der Pass auch richtig Spaß mit dem Motorrad gemacht hat.

Zurück vom Pass gab es in Panamint Springs eine kleine Stärkung zum Mittag. danach ging es weiter ins eigentlich Death Valley.

Von den Temperaturen Scheine ich noch Glück gehabt zu haben. Zumindest habe ich gemerkt das ich geschwitzt habe und es ist nicht alles sofort wieder verdunstet. Trotzdem habe ich das Visir am Helm freiwillig geschlossen. Mit offenem Visir hatte ich das Gefühlt mir hält jemand ihnen Fön vor’s Gesicht.

Im bzw. Um das Death Valley gab es dann die bekannten Touristen anlaufpunkte. Sanddünen, Zabriskie Point, Dantes View und Badwater, den tiefsten Punkt in Nordamerika. nebenbei bin ich noch den Artist Loop Gefahren und habe mir die bunten Felsen angeschaut.

In Badwater musste ich dann überlegen wie es mit Übernachtung aussieht. Es war mittlerer Weile 19:00 Uhr geworden. Entweder zurück und Campingplatz in Fernande Creek oder weiter und schauen was kommt.

Ich habe mich entschieden weiterzufahren. Die 178 Richtung Süden durch das Death Valle und Dan weiter Richtung Las Vegas

In Shoshone hatte ich die Wahl Campingplatz für $45 und Zelt im Dunkeln aufbauen oder Motel für $75 Dollar aber dafür mit Pool. Der Pool hat nach dem Tag Wüstenhitze den Ausschlag gegeben. Nur schnell Motorrad abladen, umziehen und ab in den Pool. Erstmal ’ne viertel Stunde abkühlen.

Jetzt Sitz ich gegenüber im Crowbar Café und genieße mein Abendbrot.

 

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Tag 17: Maricopa nach Ridgcrest

Der Tag begann heute recht flott bei blauem Himmel und Sonnenschein. Dank Motel ging das packen doch erheblich schneller wie auf einem Campingplatz.

Da das heutige Wetter eine gute Sicht versprach bin ich als erstes ein paar Meilen auf der Strecke von gestern zurück gefahren. Ich hatte gestern schon eine Toole Aussicht bei der Fahrt aus den Bergen auf das San Joaquín Valley. Im Gegensatz zu gestern Abend sollte ich heute morgen nicht gegen die Sonne Schielen müssen. Leider kommt der Anblick auf Fotos nicht so richtig zur Geltung.

Nachdem ein zwei Fotos gemacht hatte ging es weiter Eichtung Norden über die 33 nach Taft. Die Gegend zwischen Maricopa und Taft ist Öde und gekiekt mit Ölförderpumpen. In Taft gab s dann ein Omelett zum Frühstück. Das Restaurant griff das Thema Ölförderung weiter auf. Es hingen alte Schilder an den Wänden neben Gemälden die die Unterschiedlichen Zeiten bzw. Techniken der Ölförderung darstellten.

Nun hieß schön gerade aus durch die Ebene und dabei nicht einschlafen. Über die 119, I5, 223 und 184 habe ich Bakersfield südlich umfahren und mir die Landwirtschaft mir den großen Feldern und die Massen Kuhhaltung angesehen.

Östlich von Bakersfield ging es auf die 178 und damit wieder in die Berge. Erstaunlich fand ich den Übergang. Die Berge Rücken immer näher während ich noch durch ebenes Land Fähre. Fast Schlagartig geht es dann zwischen den Bergen in das Tal des Kern Rivers. Der Übergang kommt mir wahrscheinlich deshalb so krass vor, weil das Tal doch recht schmal und felsig ist. Zwar noch nicht ganz als Schlucht zu bezeichnen aber nah dran.

Durch diese Tal, immer entlang des Flusses, schlängelte sich die Strasse langsam aber sicher in die Sierra Nevada. Durch eine trockenen schon fast Wüsten ähnliche Landschaft. Grün gab es nur entlang des Flusses oder weiter oben in den Bergen.

Am Lake Isabella habe ich dann einen Abstecher Richtung Norden gemacht. Ein Tipp den ich beim Tabak kaufen bekommen hatte führte mich zum Trail of 100 Giants. Übrigens hat das Käufen von einer Packung Tabak ca. 1h gedauert. Sowohl der Ladeninhaber wie die beiden anderen Kunden hatten viel Zeit zum Klönen.

Knapp 30 Minuten nördlich von Kernville gab es mal wieder diesen krassen Wechsel in Landschaft und Klima die mich hier immer wieder faszinieren. Eben noch in Bergen mit nicht viel mehr wie Gras und Büschen unterwegs, geht’s über einen Pass und es Entwickelt sich langsam aber sicher ein Wald. 5 Kurven später Fähre ich sich dichten Kiefernwald.

Beim Trail of 100 Giants handelt s sich mal wieder um große Bäume. Diesmal eine etwas andere Art der Sequoia. Auf dem Trail begegne ich anderen Motorradfahren und der Spaziergang wird durch eine Nette Unterhaltung ergänzt. Was allerdings auch dazu führt das die Ründe erheblich länger dauert wie eigentlich erforderlich.

Wieder zurück am Lake Isabella nehme ich diesmal die Strasse entlang der Ostseite vom See. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich nicht mehr im hellen bis zu den Campingplätzen Death Valley National Park komme. Bleiben zwei Möglichkeiten, entweder hier am See einen Campingplatz aufsuchen oder bis Ridgecrest und dort ein Motel suchen.

Lange musste ich nicht überlegen. Es ging weiter nach Ridgecrest. Damit habe ich morgen eine Stunde mehr für das Death Valley.

Der Weg runter aus der Sierra Nevada gab wieder einen Fantastischen Blick auf das Tal und damit dem Beginn der Mojave Wüste.

Vorteil von einem Motel, ich bin im Ort und sitze jetzt gerade im Restaurant und hole das heute Ausgefallenen Mittag nach.

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Tag 16: San Simeon nach Maricopa

Im Motel gab es heute morgen nur ein Mini Frühstück, wie in solchen Motels üblich. Dann ging es gleich los, weiter über die 1 Richtung Süden.

Ab Cayucos wurde die Strasse wieder zum mehrspurigen Freeway.

In Grover Beach gab es ein etwas verspätetes aber ausführliches Frühstück. Einer der Angestellten ist auch Motorradfahrer und wir haben uns ein bisschen unterhalten. So habe ich meine heutige Tourenplanung mit auf seinen Tipps aufgebaut.

Von Grover Beach ging es weiter auf der 101 über Santa Maria bis zum Abzweig auf die 154, nahe Los Olivos. Hie ging es dann in Berge an einem Stausee vorbei und durch inzwischen doch stark veränderte Landschaft.

Mittag gab es dann in einer für den Westen der USA uralten Gaststätte. Die Cold Spring Tavern besteht seit 1865 und wurde an einer Postkutschen Route gegründet. Dem Gebäude und der Einrichtung traue ich es durchaus zu, dass einige Teile schon seit der Eröffnung bestehen. Die kleine Kneipe hat auf alle Fälle Ambiente.

 

Über die 154 ging es dann nach Santa Barbara. Während der Anfahrt aus den Bergen runter nach Santa Barbara gab es immer wieder Super Aussichten zu bewundern.

In Santa Barbara habe ich mir dann einen Kaffee gegönnt und ein bisschen am Strand gesessen.

Weiter ging es wieder über die 1 bis Carpinteria. Dort ging es dann über die 150 wieder in die Berge.

In Ojai gab es noch einen kurzen Stopp um zu Tanken und ein paar Lebensmittel einzukaufen. Dann ging es weiter über die 33 Richtung Norden. Der Mann vom Frühstück sollte recht behalten, die Strasse wurde für Motorradfahrer gebaut. Hier gab es Fahrspass pur. Damit hatte sich auch der zweite Tipp als Hervorragend heraus gestellt. Die Landschaft hat sich inzwischen in die aus Western bekannte Kulisse verwandelt. Berge mit Gras und Sträuchern. Alles extrem trocken.

Mit den Campingplätzen habe ich in letzter Zeit etwas Pech. Da oben in den Bergen scheint es zwar keine Touristen zu geben, außer mir Natürlich. Aber die Plätze dich angesteuert habe sahen recht verkohlt aus, wie die gesamt Ecke von dem Tal. Damit ging es weiter auf der Strasse. Ein Hinweis für einen Campingplatz  kam noch, aber das waren 39 Meilen. Da währe ich erst im Dunkeln angekommen.

Somit habe ich mich jetzt in Maricopa in einem Motel 8 einquartiert.

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Tag 15: Portola Redwood State Park nach San Simeon

Nachdem ich heute etwas länger geschlafen habe, gab es auf dem Campingplatz nur kurz einen Kaffee und Müsliriegel als Start in den Tag.

Dann ging es die Landatrasse zurück zum Highway 35, auch Skyline Boulevard. diesen Beinamen verdient sichere Strasse zurecht. Die Strasse bietet immer wieder fantastische Aussichten. Zur einen Seite auf die Dan Francisco Bay und zur anderen Seite auf die Küstenberge.

In Alices Restaurant gab es dann ein vernünftiges Frühstück. Für 11:00 Uhr morgens, mitten im nirgendwo,  war hier richtig Betrieb. Mindestens 5 Biker und ca. 10 weitere Gäste.

Danach ging es den Skyline Boulevard weiter bis um Abzweig auf Highway 9 und zurück Richtung Küste. Zwischendurch habe ich noch einen kleine Nebenstraße durch, mal wieder, eine Redwood Park genommen. Vorfällen der Highway 9 machte mächtig Laune. Eine perfekt ausgebaute und kurvige Strasse durch die Berge. Die Strasse durch die Redwoods war Landschaft oder besser Waldlich sehr schön. Aber Anstrengend zu fahren, da sehr Enge kehren und sehr unübersichtlich.

In Santa Cruz ging es dann wieder weiter auf den Highway 1. Dieser war hier erstmal wieder als Freeway ausgebaut und verlief hauptsächlich durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Das ganze mit entsprechend dichtem Verkehr.

Nächster Halt war, oder besser sollte sein, Monterey. Den Schilder zur Fischersmanns Warf und nach Downtown folgend wollte ich mir in Downtown eine Kleinigkeit zum Mittag gönnen. Parkplatz gefunden wie vorgeschrieben Rückwärts zum Bürgersteig eingeparkt und noch während ich meinen Helm Absetze kommt eine Politesse vorbei und macht mich darauf Aufmerksam, dass ich auf einem Auto Parkplatz stehe. Da Frage ich wo das Problem sei. Ob nun ein Auto oder ein Motorradfahrer die Gebühren bezahlt macht doch keinen Unterschied. Aber nein, die Motorradparkplätze sind zwei Blocks weiter, bleibt sie bei Ihrer Meinung. Da ich keine Lust hatte alles wegzuschließen bin ich halt weitergefahren und habe mir im Ortsteil Seaside meinen Imbiss gegönnt.

Dann sollte es auf den Bekannten 17-Mile Drive gehen. Ich wollte auch die Gebühren bezahlen, aber Pustekuchen, keine Motorradfahrer zugelassen. Naja, wenn sie mein Geld nicht wollen, dann geht’s halt weiter den Highway 1 entlang der Küste. Da sind wohl in letzter Zeit zu viele Harleys durchgedonnert.

Der Highway 1 zeigt sich dann ab ca. Big Sur von seiner schönsten Seite zeigt. Die Landschaft hat sich inzwischen stark verändert. Kaum noch Bäume, meistens nur Gras oder niedriges Buschwerk. Somit zeigen sich „gefühlt“ kahle Hügel und viel Küste die immer mehr zur Steilküste wird.

Die Ortschaften durch die ich für den Rest des Tages fahre lassen sich an einer Hand abzählen. Und ich bin noch ein paar Stunden Unterwegs.

Leider war die schön geschwungene und teilweise mit Engen Kehre Versehen Strasse Fahrtechnich nicht nutzbar. Die meiste Zeit bin ich im 5ten Gang mit 60 bis 70 km/h vor mich hingerollt und musste in den engen Kurven sogar Lenken. Die in diesem Gebiet doch recht stark vertretenen Touristen machten ein normales Reisen unmöglich. Zumal es ja auch zuviel gefordert währe neben der Landschaft noch die Fahrspuren wahrzunehmen, die extra für langsame Fahrzeuge entlang der Strasse eingerichtet sind.

 

Die State Parks auf meiner Liste habe ich zwar alle angefahren bin aber nirgends rein. Ansonsten hätte ich heute $60 alleine für Eintritt bzw. Parkgebühren gezahlt.

Gegen 7Uhr wollte ich dann den ersten Campingplatz im Los Padres National Forest anfahren. Aber Fehlanzeige, alles belegt. Egal, kommen ja noch zwei. Aber auch diese waren voll. Damit hieß es dann weiterfahren und schauen, wann die nächste Übernachtungsmöglichkeit kommt. Das war dann ca. 1h  später. Ein Vorteil hatte das ganze aber, ab ca. 7 Uhr wurde die Strasse doch recht leer und ich konnte endlich meinen gewohnten Stiel fahren.

San Simeon scheint fast nur aus Hotels und Motels zu bestehen. Zumindest soweit ich es im Dunkeln erkennen konnte. Zumindest Reit sich hier eins ans andere. zum Glück sind auch „billig“ Ketten vertreten. Somit bin ich jetzt im Motel 6 abgestiegen und zahle gerade mal $8 mehr wie auf den Privaten Campingplätzen.

Eine lustige Begegnung hatte ich noch zwischen durch beim Tanken. Da konnte eine Frau doch gar nicht fassen, dass ich mein eigenes Motorrad mit gebracht hatte. Da wird es jetzt ein Familienalbum mit Bild von Thorsten, Motorrad und den Töchtern geben. Natürlich mit Nummernschild sichtbar.

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