Tag 22: Lone Rock nach Page

Anstatt Richtung Waschräume bzw. Duschen zugehen, startete der Tag heute mit einem Sprung in den See. Sehr angenehme Art in den Tag zu starten. Das gemütliche Frühstück am Strand wahr natürlich auch nicht zu verachten. Nachdem ich bei allem etwas gebummelt hatte, habe ich mich entschieden den heutigen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen und hier auf dem Campingplatz zu bleiben.

Am Vormittag ein kurzer Ausflug zum Horseshoe Bent dann etwas einkaufen und gemütlich einen Kaffee trinken während ich die letzten Tage zum Blog hochlade.

Danach kurz zum Campingplatz und den Einkauf im Zelt abladen. Wie ich aus dem Ort rauskomme merke ich, es ist ein doch recht heftiger Wind aufgekommen. So das mal wieder fahren in Schräglage auf der Graden angesagt war.

Am Campingplatz viel mir als erstes auf, dass im oberen Bereich der Sand durch Kies ersetzt war. Wo ich heute morgen noch schauen musste wie ich das Moped vom Strand zur Strasse dirigiere, war gemütliches fahren möglich.

Als zweites viel mein etwas Windschiefes und mit Steinen beschwertes Zelt auf. Auch das Zelt lag auf Kies. Von dem Sand in dem ich es gestern aufgebaut hatte war nichts mehr zu sehen. Während ich noch vom Moped absteige und kurz ein paar Worte mit dem Nachbarn (Steine) wechsele, hebt das Zelt auf einmal ab, Steine hin oder her.

Der Wind treibt das Zelt Richtung See, da konnte ich nur hoffen es geht unter bevor das Wasser zu tief wird. Also raus aus den Motorradklamotten und mit dem Zelt um die Wette schwimmen. Leider hat das Zelt  gewonnen. Es war einfach zu schnell für mich und auch schon zu weit draußen um es schwimmend wieder an Land zu ziehen.

Wieder an Land sehe ich von einem Hausboot am Strand ein Sportboot ablegen. Da haben doch ein paar nette Campingnachbarn mein Missgeschick beobachtet und sind prompt ins Boot und meinem Zelt hinterher. Da das Zelt ein recht guter Schwimmer war, sind sie sogar noch pünktlich angekommen und haben es inklusive Inhalt aus dem See gefischt. Bis auf den Bruch einer Zeltstange ist alles in Ordnung und bei dem Wüstenklima inzwischen auch wieder trocken.

 

Glücklicherweise hatte ich nicht allzu viel im Zelt liegen. Die Isomatte, Schlafsack und Klamotten mussten nur trocknen. Der Akku zum Laden meiner Kamera und die Ersatz Akkus waren in einem ZipLoc Beutel, der dicht gehalten hat. Die Ersatz Pentax und meine Uhr sind Wasserdicht. Somit kein größerer Schaden.

Da ist aus dem eigentlich ruhig geplanten Tag noch ein Abenteuer geworden. Da mir eins davon reicht bin ich dann in ein Motel gezogen und lasse es jetzt etwas ruhiger angehen.

Der Antelope Canyon ist damit für heute auch ins Wasser gefallen.

Am späten Nachmittag war ich nur noch einmal kurz beim Campingplatz um mich mit ein paar Getränken für den Rettungseinsatz zu bedanken.

Um den Tag etwas versöhnlicher zu beenden bin ich zum Abendessen in ein Steakhouse und habe mir etwas leckeres gegönnt. Und reichlich war es, das Steak alleine hätte gerade Platz auf einem normalen Teller gefunden und das bei ca. 2,5cm dicke. Dazu gab es Kartoffelecken, Salat und Suppe vom Buffet.

 

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Tag 21: Kaibab National Park nach Lone Rock

Ich hatte mich gestern Abend nicht getäuscht, es war über Nacht wieder richtig kalt geworden. Nachdem mich ein paar Frühaufsteher um 20 nach 6 geweckt hatten bin ich aus dem Zelt gerappelt, nur um mir ganz schnell einen zweiten Pulli zu holen und dann einen Kaffee zu kochen.

Nachdem eine Weile später die Sonne hochgenug Stand um zwischen die Bäume zu scheinen wurde es sehr schnell angenehm. Damit gab es dann doch noch ein gemütliches Frühstück auf dem Campingplatz.

Der erste Teilabachnintt der heutigen Tour führte mich zurück zum Grand Canyon und hier die 64 weiter Richtung Osten. Heute habe ich aber nur noch an ein paar Aussichtspunkten angehalten um das eine oder andere Foto zuschießen.

An einem dieser Aussichtspunkte habe ich dann einen weiteren Motorradfahrer aus Deutschland mit eigener Maschine getroffen. Er war in Mexiko gestartet und wollte eigentlich Richtung Süden. Ihm wurde es aber alleine in den Ländern zu gefährlich. Daher ist er Richtung Norden in die USA Gefahren und so haben wir uns zu einem netten Gespräch getroffen.

Nach verlassen des Parks ging es bei Cameron auf die 89 Richtung Norden. Die Landschaft war inzwischen wider zu einer Wüste geworden und es ging die meiste Zeit durch das Navajo Gebiet.

Landschaftlich hatte der heutige Tag einiges zu bieten. Eigentlich hätte ich alle 10 Minuten anhalten müssen um Fotos zu machen. So oft hat sich ein neuer Anblick geboten.

Vor der Kreuzung 89 mit der 160 gab es dann einen Hinweis: Speerung der 89 in 47 Meilen, Umleitung über die 160. Ist ja toll, dachte ich. Was bedeutet das jetzt für mich? Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass mein Ziel weiter wie 47 Meilen auf der 89 Entfernt lag, aber…

Auf der 89 gab es laut schildern  nach 10 Meilen den nächsten größeren Ort in der Gegend. Da sowieso zeit für Mittag war bin ich als erstmal der Umleitung nach Tuba City gefolgt. Der Hauptstadt der Navajo.

Dort in ein Restaurant was unbekanntes zu Essen bestellt und erstmal Karten studiert. Mittag war ein Navajo Gericht. Gekochtes Rind mit Paprika und Zwiebeln sowie mir unbekannten Gewürzen. Dazu gab es Chili Bohnen mit einer auf den ersten Löffel komisch schmeckenden Soße. Nach dem dritten hatte ich mich aber daran gewöhnt und fand es am Ende sehr lecker. An der Kasse war die Frau etwas erstaunt über meine Essenswahl. Worauf ich nur sagte, ich muss ja alles mal probieren und es hat gut geschmeckt.

Meine Routen Wahl viel dann auf eine kleine Nebenstraße. Der zwar kürzeste Weg, aber dafür zum Großteil Piste. Anschauen schadet ja nicht dachte ich mir. Wenn die Strasse zu Schlecht ist drehe ich hält um.

Die Strasse ging sich auch recht gut an, zumindest die ersten 2 bis 3 Meilen. Schöne feste Sandpiste. Dann gab es immer mehr Stellen mit losem Sand. Mal nur kurze Stücke später dann auch lange Passagen. Lies sich immer noch recht gut fahren, solange ich nicht anhalten musste. Immer schön Geschwindigkeit halten und das Motorrad laufen lassen. Die gesamten 28 Meilen waren eine anstrengende Stunde, haben aber Spass gemacht. Am Ende hat mich die Piste auch nicht mehr zeit gekostet wie die Umleitung, dass währen ca. 50 Meilen extra gewesen. Außerdem währe ich diese 50 Meilen dann doppelt Gefahren.

Gegen 16:30 Uhr bin ich Dann am Antelop Canyon angekommen, nur um zu erfahren, das die letzte Gruppe bereits unterwegs ist. Ich könnte morgen früh ab 7:00 Uhr wieder kommen.

Dann also zur Touristinfo und schauen was es in der Gegend noch so gibt. 5:05 geschlossen, geht morgen um 9:00 Uhr weiter. Für eine Touristen Gegend machen die hier Alle ganz schön früh zu.

Ok, unterwegs gab es ein Hinweisschild Richtung Campingplatz. Also zurück und dem folgen. Aber darauf konnte ich verzichten. Der Platz war mal wieder Hauptsächlich für Wohnmobile ausgelegt und es macht einfach keinen Spass das Zelt auf Schotter aufzustellen und dort zu Schlafen.

Also zurück in den Ort und Motel fragen, ganz schön teuer. Aber einen Hinweis auf weitere Campingplätze im Norden der Stadt in der Glen Canyon National Recreation Area bekommen. Dort gibt es eine Full Service Canpingplatz, mal wieder mit Schotter und einen netten Campingplatz mit freier Platzwahl am Strand des Lake Powell. Gibt es zwar kein Warm Wasser aber dafür einen ganzen See zum Waschen.

Während ich noch am Aufbauen bin kommt ein nettes Schweizer Pärchen vorbei und wir haben uns ein bisschen unterhalten. Sie wohnen halb halb in der Schweiz und hier in den USA. Ich hatte gerade fertig aufgebaut kommt er nochmal vorbei und lädt mich auf ein Bier ein. Damit haben wir dann gefühlt 10 Minuten zusammen gesessen und uns nett unterhalten. In der Realität war es natürlich viel länger, zwei Bier und ich war am Ende Müde, deutet auf eine etwas längere Unterhaltung. So verfliegt halt die Zeit bei einem netten Gespräch.

Heute gibt es mal nur ein paar ausgewählte Fotos von der Mopedkamera, um euch die Gegend etwas zu zeigen und nicht nur meine Stopps.

 

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Tag 20: Seligman nach Kaibab National Park

Von Seligman ging es heute morgen über die Rute 66 weiter Richtung Williams. Wenigstens zum Teil, da die 66 irgendwann mit der I40 zusammenlief. Somit ging ein Teil des Weges über die Interstate.

In Williams ging es dann erstmal einkaufen und dann gab es ein Lecker Steak mit Rührei zum Frühstück.

Williams nennt sich das Tor zum Grand Canyon. Was sie zum Teil auch sind. Da in Williams eine der beiden Zufahrtsstraßen zur Südseite des Grand Canyon startet. Zusätzlich geht von dort auch die Eisenbahn zum Grand Canyon Village. Eben dem Grand Canyon vermarkten sie auch noch die Route 66, die hier direkt durch den Ort verläuft. Dem entsprechend Touristen lästig ist der Ort aufgemacht.

Die gut 50 Meilen von dort zum Grand Canyon verliefen verhältnismäßig ereignislos. Mal abgesehen davon, dass ich der Bremsklotz auf der Strasse war. Bin halt bei erlaubten 65 Meilen nach Tacho nur ca. 115  Gefahren. Aber am Eingang des Parks habe ich die meisten wieder überholt. Da standen sie alle schön in den Schlangen zum Bezahlen und Thorsten hat seine Jahreskarte gezückt und hat die Schnellspur genutzt. Komischerweise fahren die meisten im Park grundsätzlich 5 bis 10 Meilen zu langsam. Ich muss es ja nicht verstehen.

Beim Grand Canyon ging es dann erstmal zu Info und zum ersten Aussichtspunkt. Ich muss sagen für ein Loch in der Erde ist der Anblick schon recht beeindruckend.

Da es inzwischen schon Gegen 1:00 Uhr zuging habe ich mich entschieden den Weg nach Hermits Rest zu gehen. Dort fahren auch die Touribusse und ich musste die Strecke somit nur einmal laufen.

Der Weg hat sich auf alle Fälle gelohnt. Der Canyon zeigte sich nach jeder Biegung von einer anderen Seite. Das können Fotos gar nicht wiedergeben.

 

 

Von Hermits Rest ging es dann zurück zum Ort und die letzten paar Meter zum Hopi Haus, wo ich geparkt hatte, zu Fuß.

Kurz vorm Hopi Haus gab es dann zum krönenden Abschluss noch ein Paar Condore zu bewundern. Einer hat richtig gehend eine Schau abgezogen. Ist von oben auf die Zuschauermenge zugeflogen um dann einen schönen Bogen genau auf Augenhöhe die Menschen Masse zu ziehen. Leider waren die Plätze in der ersten Reihe schon alle belegt. Daher konnte ich keine richtig guten Fotos machen.

Inzwischen war es bereits 7:00 Uhr durch und damit höchste Zeit einen Campingplatz aufzusuchen. Die Plätze im Grand Canyon National Park waren natürlich belegt. Daher musste ich 10 Meilen zurück nach Süden und damit das Zelt zum ersten mal im Dunkeln aufbauen.

 

Hier bin ich jetzt im Kaibab National Park auf dem Ten-X Campingplatz. Ein Platz mit minimal Ausstattung, Plumsklo und Ende.

Inzwischen wird es auch recht frisch und ich freue mich schon auf meinen Schlafsack.

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Tag 19: Shoshone nach Seligman

Der heutige Tag war geprägt von langen Etappen über Highways und Freeways durch meistens unendliche erscheinende Ebenen.

Gestartet bin ich mit einem Frühstück im gleichen Restaurant wo auch der gestrige Tag seinen Abschluss gefunden hat.

Dann ging es weiter über die 178. Nach ca. 25 Meilen habe ich die Grenze nach Nevada Überquert. Sofort zu merken an den riesigen Reklametafeln am Rand des Highways vor dem nächsten Ort. In Kalifornien war diese Art der Werbung auf meinen Strecken bisher eher selten anzutreffen und wenn dann nicht in diesen Ausmaßen.

Als nächstes viel der Preis an den Tankstellen auf. War es in der Umgebung rund um Death Valley noch um die $5,50 gewesen waren es jetzt in Pahrump, nicht mal Meilen 30 Meilen weiter, nur noch $3,50. Ansonsten wirkte Pharump auf mich wie ein Flickwerk. Da eine Wohnsiedlung dann wieder Wüste, dann ein paar Firmen und wieder von vorne. Selbst im Ortskern lagen teilweise mal eben 500m Wüste zwischen den Geschäften.

Über Pahrump ging es weiter auf der 160 nach Las Vegas. Größtenteils durch flache Wüste. Nur an den Joshua Trees war zu erkennen, das die Landschaft zwar Flach aber doch auf einer Gewissen Höhe lag.

Ein bisschen Abwechslung gab es in Form eines kleinen Gebirges kurz vor Las Vegas.

In Las Vegas wollte ich als erste die Info ansteuern. Leider war diese selbst in einer so großen Stadt auf einem Sonntag geschlossen.

Daraufhin ging es nach Downtown auf eine Kaffee. Auf dem Weg aus der Stadt raus bin ich dann über den Las Vegas Boulevard Gefahren und habe einmal an den ganzen Casinos vorbeigeschaut. Macht ja schon irgendwie Eindruck was die hier so alles gebaut haben. Auf alle Fälle ist es laut und bunt.

Weiter ging es über den Freeway 93 in Richtung Süden. Ein kleiner Stop am Lake Mead und eine Fahrt über den Hoover Dam boten dann noch etwas Abwechslung.

Dann waren gute 70 Meilen Freeway angesagt, bis Kingman. Der Freeway läuft fast Schnur gerade durch die Wüste. Mit dem Überqueren des Colorado River habe ich dann Nevada schon wieder verlassen und war in Arizona.

In Kingman gab es bei D’z Route 66 Diner eine Salat mit Hühnchen als Zwischenmahlzeit. Wie am Namen des Restaurants zu erkennen bin ich somit auf der Route 66 angekommen und ab Kingman zumindest eine Teilstück davon Gefahren.

In Kingman hatte sogar die Info am Sonntag geöffnet. Somit konnte ich mich mit einer etwas Deteilierteren Straßenkarte und ein paar Tipps versorgen. Dort bin ich noch auf zwei Deutsche getroffen die gerade ihre Route 66 Tour machen.

Überhaupt waren in den letzten Tagen sehr viel Deutsche unterwegs. Allerdings nur an den Haupt Touristen Attraktionen.

Von Kingman ging es dann über die Route 66 nach Osten. Über Peach Springs nach Seligman. Die Strasse war ähnlich gradlinig wie der Freeway vorher. Allerdings hat sich die Vegetation inzwischen etwas geändert. Es sieht jetzt mehr wie Prairie aus, immer wieder mit Büschen und Bäumen durchsetzt. So verlief der Großteil der 66 durch Weideland mir Rindern und Pferden drauf.

In Seligman sah ich dann das Schild „Historic Route 66 Motel“. Da konnte ich nicht widerstehen. Wenn ich schon nur einen kleinen Teil der 66 fahre, dann wenigsten in dem Historic Route 66 Motel übernachten. Da der Preis auch in meinem Rahmen lag war alles klar.

Als Stärkung zur Nacht gab es dann im Roadkill ein kleines Steak mit Salat und Ofenkartoffel.

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