Tag 6: Brinnon nach Sol Duc

Bei immer noch strahlend blauen Himmel ging heute die erste kurze Etappe zum Mt Walker Viewpoint. wie die Amis so sind kann man fast bis zu den beiden Aussichtspunkten fahren. zumindest wer eine Schotterstraße nicht scheut. Es gibt dort oben gleich zwei Aussichtspunkte einer Richtung Süd-Osten und einer Richtung Norden. Richtung Süden schaut man über die Buchten bis zum Mount Rainier. Richtung Norden über die Ebene zum Pazifik. Beides sehr eindrucksvoll.

Weiter ging es nach Port Townsend. entlang der Discovery Bay durch leichte Hügel und viel Wald. in Port Townsend gibt es tatsächlich Häuser aus Stein. Die sind aber alle über 100 Jahre alt. Ein Beweis dafür das die Einwanderer noch Bauen konnten. Die Häuser geben der Strasse am Ufer ein ganz unamerikanisches Flair. Hier habe ich tatsächlich auch ein Kaffe gefunden wo Tische draußen standen. Mit direktem Blick auf einen kleinen Strand und den Pazifik. Hier habe ich mir dann prompt ein zweites Frühstück in Form von riesigen Nuss-Honig-Keksen gegönnt.

Von Port Townsend ging es zurück auf die 101 und weiter nach Port Angeles. hier zur Visitor Info für den Olympic National Park. Wie schon von anderen Infos gewohnt gab es wieder nette und auf mich abgestimmte Infos. Die dann den weiteren Tag bestimmt haben.

Den Angaben der netten Dame von der Info folgend bin ich als nächstes die Hurrican Ridge Road bis zum Aussichtspunkt gefahren. Die Strasse ist ein Traum für jeden Motorradfahrer. Perfekter Assfallt und eine Kurve nach der nächsten. Dazu einen fantastischen Ausblick.

Zurück auf der Hurrican Ridge Road und wieder auf die weitereiltet bis zum Abzweig nach Sol Duc. Diese Strasse führt durch dichten urwüchsigen Wald. Hier ist so langsam zu erkennen das ich mich dem Regenwald Gebiet nähere. Teilweise riesige Bäume viel Moos, etc.. Zusätzlich sieht man dem Wald an, dass hier keine Forstwirtschaft betrieben wird. So muss ein Wald für mich aussehen.

In dem Gebiet im und rund um den Olympic Park könnte man schon ein oder auch zwei Wochen verbringen. Hier gibt es alles, Berge, Seen, Küste mit Stränden, und so weiter.

Nachdem jetzt so langsam die Sonne untergeht, muss ich mir jetzt erstmal ’ne lange Hose anziehen. Hier in den Bergen scheint es in der Nacht doch wieder etwas Kühler zu werden.

 

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Tag 5: Bay View nach Brinnon

Der heutige Tag fing dank des schönen Wetters extrem gemütlich an. Mein Zeltplatz lag in der morgen Sonne so das ich mit kurzer Hose und T-Shirt gemütlich mein Frühstück genießen konnte. Dadurch ist heute etwas mehr Zeit verstrichen und ich bin erst gegen 10:00 Uhr aufgebrochen.

Von Bay View ging’s rüber auf die Inseln im Pudget Sound. den Highway 20 und später 525 Richtung Süden. die Landschaft bzw. Aussichten wahren mal etwas anderes. Erst Wasser und dahinter die schneebedeckten Berge. Wobei es egal ist ob die Strasse gerade and der Ost oder Westseite der Insel verläuft. Blickrichtung Osten sieht man die North Cascades und im Westen die Olympic Mountains.

Von Clinton habe ich dann die Fähre nach Mukilteo genommen und bin über den Highway 5 nach Seattle gefahren. Bei der Zufahrt auf Seattle bekommt man von einer Brücke ein fantastischen Blick auf die Bucht und die Skyline der Stadt. Das ist schon ein netter Anblick. In Seattle habe ich mich  aber nicht aufgehalten. Anscheinend hat das schöne Wetter jeden zweiten aus dem Haus und ans Wasser gelockt. selbst mit dem Motorrad hatte ich unten am Wasser schon Probleme einen Parkplatz zu finden. Gar nicht zu reden von der Schlange beim Fischimbiss. Immerhin hat der Fischburger hervorragend geschmeckt.

Weitere Aktivitäten in Seattle habe ich nicht unternommen. Die Touristinfo hatte zu und somit konnte ich mir keine Tipps für die Stadt holen. Ach ja, bei den Stadtrundfahrten habe ich noch vorbeigeschaut. Aber auch hier hieß es Schlange stehen, wozu ich keine Lust hatte.

Somit ging weiter zur Fähre nach Bremerton. Die fahrt von einer knappen Stunde ist durch nette Unterhaltung mit anderen Motorradfahrern sehr angenehm gewesen.

Von Bremerton ging es dann die 3 und die 106 Richtung Süd/Westen. Danach Richtung Norden auf den Highway 101. Welchem ich jetzt die nächsten Tage folgen werde.

Ein kleines Abenteuer war noch die Suche nach einem Campingplatz. Die ersten drei hatten entweder noch komplett geschlossen oder nur für Wohnwagen geöffnet. Fündig geworden bin ich erst nach ca. 70km beim 4 Platz.

Sowieso scheinen die staatlichen Campingplätze noch nicht auf Saison betrieb zu laufen. Bisher war bei keinem Platz der Empfang besetzt. Du musst immer einen Zettel ausfüllen, wobei der Durchschlag gleichzeitig ein Umschlag für das Geld ist. Was sich heute als etwas blöd herausstellte. Die Duschen auf diesem Platz wollen spezielle Münzen und die gibt es wo? Beim Empfang natürlich.:-(

So jetzt werd ich noch zusehen, dass ich im Dunkeln die letzten Sachen zusammengepackt bekomme.

 

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Tag 4: Conconully nach Bay View

Heute am 4. Tag bin ich wieder am Pazifik oder besser an der Skagit Bay angekommen.

Aber vom Anfang. der Tag begann bei besten Wetter recht relaxed auf dem Campingplatz in Conocnully.

Auf der Straßenkarte zeigte sich eine kleiner Weg durch den Okanagen National Forest nach Winthrop. Gesehen und losgefahren. Naja zumindest los. Durchgekommen bin ich nicht. Der weg wurde irgendwann zu einem Feldweg. Was ja erstmal Spass macht. Nur das dieser Feldweg immer höher in die Berge ging und somit auch nach und nach die ersten Stellen mit Schnee auftauchten. Nicht das hier flächig Schnee lag, nein es waren Reste die noch nicht weggetaut waren. Das ganze ging so lange gut bis Schnee und umgestürzter Baum zusammen kamen. Den Baum hat ein freundlicher Mensch bereits größtenteils zerlegt und entfernt. Nur leider nicht an der Stelle die ich benötigt hätte. Naja dachte ich, jetzt musst du wohl oder übel durch den Schnee durch. Das ging ungefähr eine Motorrad Länge gut. Solange bis das Hinterrad komplett im Schnee war und mit dem ganzen Gepäck natürlich sofort eingesackt ist. Der Schnee war aber immerhin so fest dass der Motorschutz aufgesetzt hat und damit mein Vortrieb im Eimer war. Immerhin konnte ich beruhigt absteigen und musste mir keine sorgen machen das das Motorrad umkippt. Also hieß es Gepäck abladen, Motorrad rauszerren und umdrehen. Damit war dann auch für den Frühsport gesorgt.

Ein zweiter Weg durch die Berge zeigte irgendwann ähnliche Schneefallen. Damit hieß die Entscheidung zurück auf die Strasse und den längeren Weg nehmen.

Zurück ins Okanagen Tal und dann auf den Highway 20 Richtung Westen Und hoffen das die Strasse Schneefrei ist.

In Winthrop gab es etwas zum Mitttag und einen kleinen Rundgang die Hauptstraße entlang. Wenn jemand eine Western drehen möchte, braucht er in Winthrop nur die Autos und Motorräder von der Strasse zu entfernen und schon ist die Kulisse Perfekt. Der Ort hat einen Stil wie wir ihn aus den ganzen Filmen kennen. Holzhäuser plus Holzbürgersteige, etc.. Da ich mein Essen vor dem Grill praktisch auf dem Bürgersteig sitzend genossen haben ist Natürlich wieder dem einen und anderen Einheimischen mein Nummernschild aufgefallen. Damit ist die Zeit dann mit nettem Smalltalk vergangen.

Von Winthrop ging’s dann Richtung Pass, also richtig in die Berge. Die Straße war in Perfektem Zustand kein Schnee nur hier und da etwas Tauwasser. Wobei die Autos sich oben in den Bergen praktisch zwischen dem Schnee in den Parklücken verstecken konnten. die Landschaft hatte wahrscheinlich gerade wegen des Schnees etwas fantastisches und ich habe die Fahrt durch Berge sehr genossen.

Eigentlich hatte ich ja eine kleine Wanderung zu einem der Aussichtspunkte eingeplant, die musste aber mangels Schie ausfallen. Überhaupt waren weiter oben in den Bergen eine Menge Leute beim Langlauf zu sehen.

Die Zeit verging heute aber auch ohne Ausflug wie im Flüge, da ich an ein paar Aussichtspunkten angehalten bin und hier immer durch das eine oder andere Gespräch ein wenig länger verweilt habe wie geplant. besonders der nette Plausch mit Karen und Richard hat bestimmt ’ne halbe Stunde gedauert.

So jetzt muss ich mir noch Überlegen ob ich morgen nach Seattle reinfahre oder gleich weiter Richtung Olympic Park.

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Tag 3: Merrit to Conconully

Heute gab es mal keine längeren Stops bei Touristenfallen. Dafür eine Menge Gegend und kurvige Strassen.

Die Dame von der Touristinfo hatte mir gestern den richtigen Wetterbericht gegeben. Nach dem Aufstehen was es noch Wolkig. Aber als ich alles gepackt hatte und mir gerade die Jacke Anzog, stand ich auf einmal in der Sonne. 2 Stunden später gab es für den Rest des Tages nur noch blauen Himmel.

Von Merrit ging es die 5A nach Princeton. Da habe ich doch tatsächlich eine Bäckerei mit Kaffee gefunden, ja sowas gibt’s auch hier. Dort habe ich mir prompt ein zweites Frühstück gegönnt. Belegtes Graubrot und einen Hausgemachten Muffin, um nicht ganz in Deutsche Gewohnheiten zurück zu fallen.

Während ich da sitze und dem gemütlichen Treiben im Ort zu sehe, hält vor mit ein Auto mit ovalem „CH“ Aufkleber aber einheimischen Kennzeichen. Der Fahrer kommt prompt zu mir und stellt sich als ausgewanderter Schweizer vor. Er hat mein Deutsches Kennzeichen erkannt und hatte Zeit mir beim Frühstück Gesellschaft zu leisten.

Generell sorgt alleine das Deutsche Nummernschild dafür das ich mindestens bei jedem zweiten Halt angesprochen werde. Somit ist fast jede Pause mit etwas Abwechslung verbunden und ich bekomme gleich jede Menge Tipps wo ich lang fahren soll bzw. Was ich mir alles anschauen kann.

Von Princeton ging es dann weiter nach Osoyoos. Dort gab es ein Picknick am See. Dann habe ich mich entschieden den kleinen Grenzübergang bei Nighthawk in die USA zu nehmen.

Okanagen als Gegend konnte mich auch beim diesem  Besuch wieder absolut begeistern. Ich finde diese Kontraste einfach fantastisch. Auf der einen Seite die teilweise fast kahlen Berge dann wieder die grünen Täler mit ihren Obstplantagen. Nebenbei kommt ein See nach dem nächsten…

Der Grenzübergang in die USA verlief erfreulich einfach. Eine Schlange aus einem Auto und mir gab es nur weil sie gerade etwas Repariert haben. Dadurch kam ich insgesamt auf ca. 5 Minuten Wartezeit. Der Grenzer hat seine üblichen Fragen gestellt, Wohin: Westen USA, Wie Länge: ca. 2 Monate, Geld: Kreditkarte, Krankenversichert: ja ADAC, Was zu verzollen: nein, Frische Lebensmittel wie Obst dabei: Nein. Dann hat kurz telefoniert da an der Grenzstation alle Computer ausgefallen waren und die Dokumente somit komplett von Hand ausgefüllt werden mussten. Während ich meinen Zettel ausgefüllt habe gab es ein bisschen smalltalk und noch ein paar Tipps zu guten Motorrad Strecken. Dann dürfte ich auch schon weiter.

In den USA ging es erstmal nach Oroville zum Geldautomaten und der Touristinfo. Die Info hatte nur offen da die beiden Mitarbeiterinnen alles für die eigentliche Öffnung am Samstag vorbereiten wollten. Haben mir aber sehr nett Auskunft gegeben. Wenn ich aber aktuelle Unterlegen wollte, müssten ich zur nächsten Touristinfo fahren. Einfach den Highway Richtung Süden und an der zweiten Ampel rechts. „Zweite Ampel rechts“ da denkt der Deutsche doch, ist ja gleich um die Ecke. Sie muss es wohl meine Blick angesehen haben und fügte hinzu, ist ungefähr eine Stunde Fahrzeit. Wohlgemerkt, eine Stunde bei fast durchgängig 100 km/h.

Ich habe mich dann entschieden noch etwas durch die Seitentäler des Okanagen zufahren bin schließlich hier auf dem Campingplatz gelandet.

So nachdem die Sonne jetzt schon eine Weile unter gegangen ist wird es langsam Zeit für die Entscheidung Schlafsack oder Lagerfeuer. Egal ob heute Mittag im Okanagen Tal Wetter für kurze Hose und T-Shirt war, 15 Meilen in die Berge und es wird Abends kalt.

Ach ja, einen kleinen Wildunfall hatte ich heute zu verzeichnen. Tut mir ja leid, aber die Schlange war auf der Strasse fast nicht zu sehen.

So, damit habe ich die ersten 1000 km auf diesem Kontinent voll und wieder einen Tag genossen.

 

 

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