Tag 3: Merrit to Conconully

Heute gab es mal keine längeren Stops bei Touristenfallen. Dafür eine Menge Gegend und kurvige Strassen.

Die Dame von der Touristinfo hatte mir gestern den richtigen Wetterbericht gegeben. Nach dem Aufstehen was es noch Wolkig. Aber als ich alles gepackt hatte und mir gerade die Jacke Anzog, stand ich auf einmal in der Sonne. 2 Stunden später gab es für den Rest des Tages nur noch blauen Himmel.

Von Merrit ging es die 5A nach Princeton. Da habe ich doch tatsächlich eine Bäckerei mit Kaffee gefunden, ja sowas gibt’s auch hier. Dort habe ich mir prompt ein zweites Frühstück gegönnt. Belegtes Graubrot und einen Hausgemachten Muffin, um nicht ganz in Deutsche Gewohnheiten zurück zu fallen.

Während ich da sitze und dem gemütlichen Treiben im Ort zu sehe, hält vor mit ein Auto mit ovalem „CH“ Aufkleber aber einheimischen Kennzeichen. Der Fahrer kommt prompt zu mir und stellt sich als ausgewanderter Schweizer vor. Er hat mein Deutsches Kennzeichen erkannt und hatte Zeit mir beim Frühstück Gesellschaft zu leisten.

Generell sorgt alleine das Deutsche Nummernschild dafür das ich mindestens bei jedem zweiten Halt angesprochen werde. Somit ist fast jede Pause mit etwas Abwechslung verbunden und ich bekomme gleich jede Menge Tipps wo ich lang fahren soll bzw. Was ich mir alles anschauen kann.

Von Princeton ging es dann weiter nach Osoyoos. Dort gab es ein Picknick am See. Dann habe ich mich entschieden den kleinen Grenzübergang bei Nighthawk in die USA zu nehmen.

Okanagen als Gegend konnte mich auch beim diesem  Besuch wieder absolut begeistern. Ich finde diese Kontraste einfach fantastisch. Auf der einen Seite die teilweise fast kahlen Berge dann wieder die grünen Täler mit ihren Obstplantagen. Nebenbei kommt ein See nach dem nächsten…

Der Grenzübergang in die USA verlief erfreulich einfach. Eine Schlange aus einem Auto und mir gab es nur weil sie gerade etwas Repariert haben. Dadurch kam ich insgesamt auf ca. 5 Minuten Wartezeit. Der Grenzer hat seine üblichen Fragen gestellt, Wohin: Westen USA, Wie Länge: ca. 2 Monate, Geld: Kreditkarte, Krankenversichert: ja ADAC, Was zu verzollen: nein, Frische Lebensmittel wie Obst dabei: Nein. Dann hat kurz telefoniert da an der Grenzstation alle Computer ausgefallen waren und die Dokumente somit komplett von Hand ausgefüllt werden mussten. Während ich meinen Zettel ausgefüllt habe gab es ein bisschen smalltalk und noch ein paar Tipps zu guten Motorrad Strecken. Dann dürfte ich auch schon weiter.

In den USA ging es erstmal nach Oroville zum Geldautomaten und der Touristinfo. Die Info hatte nur offen da die beiden Mitarbeiterinnen alles für die eigentliche Öffnung am Samstag vorbereiten wollten. Haben mir aber sehr nett Auskunft gegeben. Wenn ich aber aktuelle Unterlegen wollte, müssten ich zur nächsten Touristinfo fahren. Einfach den Highway Richtung Süden und an der zweiten Ampel rechts. „Zweite Ampel rechts“ da denkt der Deutsche doch, ist ja gleich um die Ecke. Sie muss es wohl meine Blick angesehen haben und fügte hinzu, ist ungefähr eine Stunde Fahrzeit. Wohlgemerkt, eine Stunde bei fast durchgängig 100 km/h.

Ich habe mich dann entschieden noch etwas durch die Seitentäler des Okanagen zufahren bin schließlich hier auf dem Campingplatz gelandet.

So nachdem die Sonne jetzt schon eine Weile unter gegangen ist wird es langsam Zeit für die Entscheidung Schlafsack oder Lagerfeuer. Egal ob heute Mittag im Okanagen Tal Wetter für kurze Hose und T-Shirt war, 15 Meilen in die Berge und es wird Abends kalt.

Ach ja, einen kleinen Wildunfall hatte ich heute zu verzeichnen. Tut mir ja leid, aber die Schlange war auf der Strasse fast nicht zu sehen.

So, damit habe ich die ersten 1000 km auf diesem Kontinent voll und wieder einen Tag genossen.

 

 

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3 Antworten zu Tag 3: Merrit to Conconully

  1. jdreesma sagt:

    Hallo Thorsten tolle Bilder! Und vor allem toller Himmel drauf. Alles gute aus dem frühlingshaften Hannover. Joachim

  2. nfriese sagt:

    Moin Thorsten,

    wird auf dem 2. Bild Wein angebaut?
    Ist das schon USA oder noch Kanada?

    Weiterhin dir noch eine gute Fahrt und viel Spaß drüben ….
    Hagen

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