Ich hatte mich gestern Abend nicht getäuscht, es war über Nacht wieder richtig kalt geworden. Nachdem mich ein paar Frühaufsteher um 20 nach 6 geweckt hatten bin ich aus dem Zelt gerappelt, nur um mir ganz schnell einen zweiten Pulli zu holen und dann einen Kaffee zu kochen.
Nachdem eine Weile später die Sonne hochgenug Stand um zwischen die Bäume zu scheinen wurde es sehr schnell angenehm. Damit gab es dann doch noch ein gemütliches Frühstück auf dem Campingplatz.
Der erste Teilabachnintt der heutigen Tour führte mich zurück zum Grand Canyon und hier die 64 weiter Richtung Osten. Heute habe ich aber nur noch an ein paar Aussichtspunkten angehalten um das eine oder andere Foto zuschießen.
An einem dieser Aussichtspunkte habe ich dann einen weiteren Motorradfahrer aus Deutschland mit eigener Maschine getroffen. Er war in Mexiko gestartet und wollte eigentlich Richtung Süden. Ihm wurde es aber alleine in den Ländern zu gefährlich. Daher ist er Richtung Norden in die USA Gefahren und so haben wir uns zu einem netten Gespräch getroffen.
Nach verlassen des Parks ging es bei Cameron auf die 89 Richtung Norden. Die Landschaft war inzwischen wider zu einer Wüste geworden und es ging die meiste Zeit durch das Navajo Gebiet.
Landschaftlich hatte der heutige Tag einiges zu bieten. Eigentlich hätte ich alle 10 Minuten anhalten müssen um Fotos zu machen. So oft hat sich ein neuer Anblick geboten.
Vor der Kreuzung 89 mit der 160 gab es dann einen Hinweis: Speerung der 89 in 47 Meilen, Umleitung über die 160. Ist ja toll, dachte ich. Was bedeutet das jetzt für mich? Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass mein Ziel weiter wie 47 Meilen auf der 89 Entfernt lag, aber…
Auf der 89 gab es laut schildern nach 10 Meilen den nächsten größeren Ort in der Gegend. Da sowieso zeit für Mittag war bin ich als erstmal der Umleitung nach Tuba City gefolgt. Der Hauptstadt der Navajo.
Dort in ein Restaurant was unbekanntes zu Essen bestellt und erstmal Karten studiert. Mittag war ein Navajo Gericht. Gekochtes Rind mit Paprika und Zwiebeln sowie mir unbekannten Gewürzen. Dazu gab es Chili Bohnen mit einer auf den ersten Löffel komisch schmeckenden Soße. Nach dem dritten hatte ich mich aber daran gewöhnt und fand es am Ende sehr lecker. An der Kasse war die Frau etwas erstaunt über meine Essenswahl. Worauf ich nur sagte, ich muss ja alles mal probieren und es hat gut geschmeckt.
Meine Routen Wahl viel dann auf eine kleine Nebenstraße. Der zwar kürzeste Weg, aber dafür zum Großteil Piste. Anschauen schadet ja nicht dachte ich mir. Wenn die Strasse zu Schlecht ist drehe ich hält um.
Die Strasse ging sich auch recht gut an, zumindest die ersten 2 bis 3 Meilen. Schöne feste Sandpiste. Dann gab es immer mehr Stellen mit losem Sand. Mal nur kurze Stücke später dann auch lange Passagen. Lies sich immer noch recht gut fahren, solange ich nicht anhalten musste. Immer schön Geschwindigkeit halten und das Motorrad laufen lassen. Die gesamten 28 Meilen waren eine anstrengende Stunde, haben aber Spass gemacht. Am Ende hat mich die Piste auch nicht mehr zeit gekostet wie die Umleitung, dass währen ca. 50 Meilen extra gewesen. Außerdem währe ich diese 50 Meilen dann doppelt Gefahren.
Gegen 16:30 Uhr bin ich Dann am Antelop Canyon angekommen, nur um zu erfahren, das die letzte Gruppe bereits unterwegs ist. Ich könnte morgen früh ab 7:00 Uhr wieder kommen.
Dann also zur Touristinfo und schauen was es in der Gegend noch so gibt. 5:05 geschlossen, geht morgen um 9:00 Uhr weiter. Für eine Touristen Gegend machen die hier Alle ganz schön früh zu.
Ok, unterwegs gab es ein Hinweisschild Richtung Campingplatz. Also zurück und dem folgen. Aber darauf konnte ich verzichten. Der Platz war mal wieder Hauptsächlich für Wohnmobile ausgelegt und es macht einfach keinen Spass das Zelt auf Schotter aufzustellen und dort zu Schlafen.
Also zurück in den Ort und Motel fragen, ganz schön teuer. Aber einen Hinweis auf weitere Campingplätze im Norden der Stadt in der Glen Canyon National Recreation Area bekommen. Dort gibt es eine Full Service Canpingplatz, mal wieder mit Schotter und einen netten Campingplatz mit freier Platzwahl am Strand des Lake Powell. Gibt es zwar kein Warm Wasser aber dafür einen ganzen See zum Waschen.
Während ich noch am Aufbauen bin kommt ein nettes Schweizer Pärchen vorbei und wir haben uns ein bisschen unterhalten. Sie wohnen halb halb in der Schweiz und hier in den USA. Ich hatte gerade fertig aufgebaut kommt er nochmal vorbei und lädt mich auf ein Bier ein. Damit haben wir dann gefühlt 10 Minuten zusammen gesessen und uns nett unterhalten. In der Realität war es natürlich viel länger, zwei Bier und ich war am Ende Müde, deutet auf eine etwas längere Unterhaltung. So verfliegt halt die Zeit bei einem netten Gespräch.
Heute gibt es mal nur ein paar ausgewählte Fotos von der Mopedkamera, um euch die Gegend etwas zu zeigen und nicht nur meine Stopps.










