Tag 42: Mineral nach Manzita Lake (Lassen Volcanic National Park)

Im Motel habe ich mir einen Kaffee gekocht und mit meinem eigentlich für den Campingplatz gekauften Frühstück genossen.

Dann ging es zurück über die 89 Richtung Osten. Da die Empfohlenen Wanderwege nur über einen separaten Zugang zum Park erreichbar sind. Auf der Parkkarte sind die Information und die Wanderwege nur knapp 10 km Luftlinie von einander Entfernt. Außenrum sind es dann eine gute Stunde Fahrzeit. Meine kleine Sondereinlage, verfahren, nicht mit gerechnet. Aber zum Glück bin ich mitten im Wald, ok den gibt’s hier überall, auf zwei Feuerwehrleute getroffen die mir den Richtigen Weg weisen konnten.

 

Zu Fuß bin ich dann in Teufels Küche gekommen. Nach einer knappen Stunde Fußmarsch war ich an meinem ersten Ziel, Devils Kitchen. In dem kleinen Tal wird definitiv heißer gekocht wie bei mir zu Hause. Es brodelt und blubbert im ganzen Umkreis. Nebenbei riecht es als ob jemand den Eierertrag einer ganzen Hühnerfarm hier vergammeln lässt.

 

 Zurück wollte ich nicht den gleichen Weg gehen und habe einen Abzweig zu einem anderen Wanderweg genommen. Dieser ist zwar ausgeschildert und in der Karte eingezeichnet, aber jemand hat vergessen eine Brücke über den Bach zu bauen. Somit gab’s nasse Füße, oder besser Beine. Der Bach war gut Knietief.

Dann ging’s noch zum Boiling Spring Lake. Einem kleinen See der komplett am dampfen ist. Leider war es recht windig und somit konnte man dies schlecht auf Fotos festhalten.

Nachdem ich jetzt gute 3 Stunden zu Fuß unterwegs war hat mein Magen auf eine Stärkung bestanden. Somit gab es im ersten Ort, Chester, erstmal was zu essen und ich habe noch ein bisschen eingekauft.

Dann ging es über die 89 nochmal in den Lassen Vulcanic Park. Diesmal mit freier Aussicht, ohne Wolken.

 

 

 

 An der Nordseite vom Park habe ich dann auf dem Manzanita Lake Campingplatz mein Lager aufgeschlagen.

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Tag 41: Lake Basin Campingplatz nach Mineral

Heute gab es auf dem Campingplatz nur kurz einen Kaffee dann wurde gepackt und es ging zurück zu Bassetts Station und einem richtigen Frühstück.

Gut gestärkt ging es dann noch in paar Meilen auf der 49 weiter über den Yuba Pass. Im Tal ging es dann Richtung Norden auf die 89. Dieser bin ich dann bis zum Lassen Vulcanic National Park gefolgt.

 

Zwischendurch musste ich eine etwas längere Pause einlegen um mich auf Regen vorzubereiten. Es zogen doch immer mehr Wolken auf. Alleine die Temperatur von nur noch 20 Grad überzeugte mich die Goretex Membran wieder in die Klamotten einzuziehen.

Kurze Zeit später kam dann auch der Regen. Für ca. 1 Stunde bin ich mal Nass geworden. Nachdem es aus dem Tal um Lake Almor hinaus ging hörte auch der Regen wieder auf. Dafür ging es jetzt direkt durch die Wolken. Die hier tief im Tal hingen.

In Mineral gab es dann erstmal etwas zu Mittag bevor es in den Lassen Vulcanic NP ging.

Im Park war der erste Gang zur Info um mir ein paar Tipps für die besten Punkte bzw. Eventuell lohnenden Wanderwege zu holen. Vom Zelten hat mir der Ranger abgeraten. Zum einen sind die Campingplätze passend zu den mir gefallenden Punkten noch geschlossen zum zweiten sind für heute Abend Gewitter und Sturm angesagt.

Somit bin ich erstmal nur ein Stück die Strasse im Park hochgefahren und habe mir ein bisschen den Schnee angeschaut. Hier herrscht eindeutig ein kälteres Klima wie weiter südlich in der Sierra Nevada. Die beiden kleinen Bergseen sind teilweise noch gefroren und der Schnee ist mehr wie nur ein paar vereinzelte Überbleibsel. Selbst die Wanderwege und Campingplätze sind noch nicht alle geöffnet.

 

 

Sobald es im Park etwas höher hinauf ging, so ab ca. 7000 Fuß, klärte sich auch das Wetter etwas auf. Hier war ich praktisch über den Wolken.

 

 

Nachdem ich mich etwas umgesehen hatte bin ich zurück nach Mineral Gefahren und habe mich dort ins Motel einquartiert. Gewitter und Sturm in Kombination mit einem Zeltplatz auf 2000 Metern Höhe, das muss ich mir ja nicht unbedingt antun. Außerdem werde ich morgen sowieso eine andere Zufahrt in den Park nehmen. Da bin ich in Mineral schon ein Stück näher an meinem Ziel.

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Tag 40: El Dorado nach Lake Basin Campingplatz (Plumas-Eureka State Park)

Am morgen gab’s bei Geo noch ein gemeinsames Frühstück. Dann sind wir beide aufgebrochen. Er zu einer Verabredung mit einem bekannten und bei mir ging es weiter auf der Tour.

Weiter heißt in diesem fall, Richtung Noden über die 49. Die 49 führt durch die Goldgräber Gegend. Hier sind immer noch viele Orte die an den Wilden Westen und die Zeit des Goldrausches erinnern.

Erster Stopp war beim Empire Mine Historic State Park. Eine der größeren Goldminen in dieser Gegend. Die Mine war immerhin für gut 100 Jahre in Betrieb und die Bergarbeiter haben über 300 Meilen Stollen in den Berg getrieben. Als die Mine Mitte des letzten Jahrhunderts geschlossen wurde hat der Staat Californien das gesamte Gelende aufgekauft und in ein Museum verwandelt. Es gab auch wieder ein paar „Living Historie“ Vorführungen. Unter anderem in der Schmiede wo einFreiwilliger  Unterstützer vom Park auf die alte Weise mit Kohlenfeuer und Hammer geschmiedet und dabei alles erklärt hat.

 

Als nächstes habe ich mich ein bisschen im benachbarten Nevada City umgesehen. Einem der alten Orte mit erhaltener Innenstadt.

Kurz nach Nevada City bog die 49 Richtung Westen ab und es ging wider in die Berge. Bei Bassetts Station habe ich dem Moped und mir etwas Stärkung gegönnt. Währenddessen habe ich von Angestellten noch ein paar Tipps für die Gegend bekommen. Einem davon bin ich dann auch gefolgt.

 

So ging es weiter Richtung Norden auf dem Gold Lake Highway zum Lake Basin Campingplatz. Hier habe ich mein Zelt aufgebaut und bin dann dem empfohlenen Wanderweg zum Long Lake gewandert.

 

Der Wanderweg war eine etwas andere Kategorie wie ich bisher gewohnt war. Es gab Steile Anstiege mit Geröll, klettern über Mini Bäche, etc.. Es hat sich aber auf alle Fälle gelohnt. Auch wenn es bereits etwas spät war um die komplette Ründe um den See zu gehen.

Zurück auf dem Campingplatz bin ich erstmal in der vorbeifließenden Bach und habe mir den Schweiß abgewaschen. Danach gab es eine Kleinigkeit zum Abendessen. 

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Tag 39: South Lake Tahoe nach El Dorado

Der erste Weg führte mich heute morgen zu einer Motorradwerkstatt, die ich gestern bei meiner Ankunft in South Lake Tahoe gesehen hatte. Es wurde schließlich mal Zeit die Reifen nach nunmehr gut 13.000 km zu wechseln.

Das Geschäft hatte gerade geöffnet als ich dort ankam. Grundsätzlich könnten sie die Reifen wechseln, der Mechaniker kommt aber erst in einer guten Stunde, war die Antwort auf meine Anfrage. Was mich erstmal nicht weiter störte. Gab mir Zeit das Motorrad etwas zu waschen und mir ein Frühstück zu gönnen. Als ich nach dem Frühstück zurück bei der Werkstatt war, ging es auch gleich los und ich kann jetzt ein vollkommen anderes Fahrgefühl genießen. Die alten Reifen waren durch die langen Graden Strecken in der Wüste doch recht Eckig geworden.

Nachdem der Vormittag für mich recht relaxed vorüber gegangen war, ging es jetzt über die 50 Richtung Süden bis zum Ort Meyers. Ab hier ging es über die 89 weiter bis ich auf die 88 Richtung Westen abgebogen bin. Die 89 und 88 führten mich wieder richtig hoch in die Sierra Nevada über den Luther und Carson Pass. Wobei der Carson Pass mit  8560 Fuß sozusagen den Höhepunkt der heutigen Etappe gebildet hat.

Es ging wieder durch die Berge vorbei an Seen und durch Wälder. Eigentlich das gleiche wie auch in den letzten Tagen. Es boten sich aber immer wieder neue Super Aussichten und somit wurde es nicht langweilig.

Nachdem ich die Berge schon fast hinter mir gelassen hatte bildete sich mal wieder eine Schlange hinter einem Wohnmobil und es ging nur langsam voran. Irgendwann hatte ich dann einen anderen Motorradfahrer hinter mir. Dies blieb bis Jackson so, wo wir dann nebeneinander an der Ampel standen und uns erstmal unterhalten haben. Naja zumindest kurz bis die hinter uns mit Hupen auf die Grünphase aufmerksam machten.

Wir sind dann gemeinsam Richtung Norden auf die 49 abgebogen und eine Weile hintereinander her Gefahren. Irgendwann entdeckte ich ein Restaurant an der Strasse und dachte, fahr mal ran und schau ob er auch Anhält. Tatsächlich er folgte mir auf den Parkplatz. Das Restaurant hatte natürlich geschlossen. Aber Geo, wie ich inzwischen wusste, meinte er wohnt nur 10 Meilen weiter in Richtung Norden und wir können bei ihm etwas trinken und klönen. Gesagt und getan. Auf ging’s zu Geo.

Gute anderthalb Stunden später war bei uns beiden Zeit etwas zu Essen und wir sind mit Geo’s Auto zu einem Mexikaner Gefahren. Essen war lecker und wir haben uns weiter unterhalten. Inzwischen war es 8:00 Uhr durch und mir kam langsam die Überlegung ob ich nicht weiterfahren und mir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen sollte. Das war aber gar nicht nötig. Geo hat mich eingeladen bei ihm zu Übernachten. Somit haben wir noch einen sehr netten Abend verbracht und ich habe dann meine Matratze und Schlafsack bei Geo auf der Terrasse ausgerollt. Hier waren nämlich inzwischen angenehmere Temperaturen wie in seinem Haus. Das durch die 43 Grad Celsius am heutigen Tag doch recht aufgehetzt war.

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