Bei schönem Sonnenschein begann der heutige Tag mit einem gemütlichem Frühstück auf dem Campingplatz.
Dann ging es, ich würde fast sagen „raus“, nach Point Reyes. Der Leuchtturm war zwar geschlossen aber alleine die Fahrt dorthin war schon ein Genuss. Es ging Hauptsächlich durch niedrige mit Wiesen bedeckte Hügel mit viel Kühen drauf. Größtenteils durch das Landesinnere aber immer mal wieder mit freiem Blick auf die Küste. Was ein bisschen genervt hat, war der doch recht heftige Wind. Je nachdem wo bzw. in welche Richtung man um einen Hügel kam hat der einen doch das eine oder andere mal recht unglücklich erwischt.
Als ich die Treppe runter zum Leuchtturm gesehen habe, war ich eigentlich doch ganz froh das dieser geschlossen war. Ansonsten hätte ich jetzt bestimmt Muskelkater.
Auf den Fußweg zurück zum Parkplatz sind mir dann noch ein paar Motorfahrer begegnet. Was den Ausflug mit einer netten Unterhaltung und mehr Tipps für gute Strecken wie ich mir merken konnte, gewürzt hat.
Weiter ging es über die 1 bis kurz vor San Francisco. Dort kam es wieder zu einem treffen mit der altbekannten 101. Nur das diese inzwischen zu einem 4 spurigen Freeway mutiert war. Naja es half ja nichts, also rein ins Verkehrsgewimmel.
Zwischendurch gab es in Stinson Bean noch einlenken Sandwich mit gebratenem Lachs.
Kur bevor es über Die Brücke ging, habe ich mir dann Plätze zum Fotografieren gesucht. Leider war der Feldweg für einen guten Blick von unten selbst für Fußgänger gesperrt. Und da Thorsten sich ja an Schilder hält, gab es nur einen Blick von oben.
Danach ging’s rein in den Großstadtdschungel. Hier gelten Komplett andere Verkehrsegeln wie ich es bisher in den USA gewohnt war. 10 Meilen zu schnell fahren und Du blockierst den Verkehr. Da ich mich ja noch nebenbei Orientieren musste, war ich also als Bremsklotz unterwegs. Nachdem ich dann diverse Baustellen umschifft hatte habe ich es in die City und zur Touristeninformation geschafft.
Das hätte ich mir aber auch sparen können. Ich wusste gar nicht das es sovielmal Touristen auf einen Haufen geben kann. Dem entsprechend haben die Damen an der Beratung sich auf das wesentliche beschränkt.
Als nächstes kam die suche nach einem Hotel. Ich glaube nach dem 5ten oder 6ten habe ich aufgegeben. Alles ausgebucht und alle waren der Meinung, das ich im Bereich der City nichts halbwegs bezahlbares mehr finde. San Francisco muss man wohl vorplanen.
Somit habe ich mir noch einen Kaffe plus kleinem Snack gegönnt und einer Weile dem bunten Treiben zugesehen. Hier wurde heute so ziemlich jedes Klischee bestätigt. Vom Motorradfahrer in Anzug, inklusive Krawatte im Fahrtwind, bis zum Schwarzen der seinen Gettoblaster hinter sich her zog und mit seiner Frau mehr Tanzend und singend als gehend durch die Stadt zog.
Ich muss am Ende aber sagen, dass ich ganz froh war wieder aus dem Trubel heraus zu sein. Irgendwie bin ich momentan mehr auf Land und Ruhe als Großstadt Hektik eingestellt.
Ein verteil hatte der kurze Besuch von San Francisco. Ich habe mal wieder Anfahren am Berg geübt. Plus parken in Schräglage.
Aus San Francisco raus ging es wieder auf den Highway 1 über Pacifica und Hals Moon Bay. Ein Stück südlich ging es dann über die 84 in Richtung Berge. Eine Perfekte Strasse zum Motorrad fahren. Fast alle Kurven waren für den Geschwindigkeitsbereich 50 – 80 km/h. Nichts absträngendes aber schön viel in Schräglage fahren.
So gegen sieben Uhr habe ich dann angefangen nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu schauen. Nur um festzustellen, dass ich irgendwo im Nirgendwo war. Nach Karte währe die nächste beste Variante meine Route zu verlassen und Richtung Palo Alto zu fahren. An der Kreuzung gab es dann aber ein Hinweisschild zu einem State Park. Da gibt es bestimmt auch einen Campingplatz, habe ich mir gedacht und bin prompt in die Richtung abgebogen. Damit ging es Dan ca. 20 Minuten mit Tempo 20 bis 50 über eine kleine Landstraße von einer Kehre zur nächsten.
Am Ziel gab es dann tatsächlich einen Campingplatz mit fast 60 Plätzen. Jetzt ist einer davon Belegt.
Damit sitze ich hier jetzt einsam und alleine im Portola Redwood State Park anstatt in der großen Stadt. Statt Restaurant und Kneipen gab es Würstchen über dem Lagerfeuer und heiße Schokolade vom Pulver. Aber es gefällt mir.
Schade das es schon dunkel ist. Hier kam gerade der ersten Besucher vorbei, auch genannt Fuchs. Da könnt ihr mal sehen wie ruhig das hier ist. Ich kann ohne besonders drauf zu achten einen Fuchs vorbei gehen hören. Dieser war sogar so nett ’ne halbe Minute im Schein der Taschenlampe stehen zu bleiben.



