Tag 50: The Dalles nach Elgins

Da der gestrige Abend dich das treffen der Motorradfahrer ja doch recht schnell vergangen war. Musste ich heute morgen erstmal meine Sachen wieder packen. Dabei habe ich auch gleich mal den Papierkram durchgesehen und einiges Entsorgt. Ist schon erstaunlich was sich da alles an Karten, etc. Angesammelt hat.

Mit dem etwas leichteren Gepäck habe ich mich dann weiter auf den Weg nach Osten gemacht. Wieder auf der Nord-, bzw. Washingtoner Seite des Columbia River. Dank des geringen Verkehrsaufkommens lässt es ich auf dem Highway doch erheblich angenehmer fahren wie auf der Interstate. Nebenbei darf man Anhalten wenn es einem in den Sinn kommt und muss nicht auf die nächste Ausfahrt warten.

Erster Stopp war bei Stonehenge. Weniger wegen dem Kriegsdenkmal, sondern wegen der Aussicht auf den Fluss.

Kurz vor Stonhenge hatte ich ein Schild gesehen keine Service, wie z.B. Benzin, für die nächsten 85 Meilen. 280 km mit der aktuellen Tankfüllung gefahren. Sollte klappen muss aber nicht. Also vorsichtshalber kurz die 3 Meilen zurück und bei Merry Hill über den Fluss nach Oregon, Biggs. Dort getankt und da ich schon mal Stand auch gleich ins Restaurant für ein spätes Frühstück.

Im Restaurant bin ich mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch gekommen und wir haben uns bis das Essen serviert wurde ein bisschen unterhalten. Nach dem Essen war ich kurz auf Toilette, wie ich wieder zurück am Tisch bin, war meine Rechnung verschwunden und sie hatten für mich mit bezahlt. So bin ich zu einem günstigem Frühstück gekommen. Wir haben uns noch ein bisschen unterhalten und sind unserer Wege gegangen. Sie Richtung Michigan nach Hause, nachdem sie einen Sohn in der Gegend besucht hatten und ich weiter auf meine Tour.

Es ging wieder zurück auf die Washington Seite. Bis auf einen Stopp um die Piraten auf dem Columbia zu Fotografieren bin ich die 130 km bis zur nächsten Brücke durchgerollt. OK eine LKW musste ich zwischendurch überholen. Die Landschaft war eine nette Abwechslung zu den letzten Tagen. Hauptsächlich Prärie mit Felsen durchsetzt, die Teilweise fast Klippenartig den Columbia umgaben. 

Bei Umatilla ging es dann auf der Interstate wieder über den Fluss und zu einem kurzen Kaffee Stopp. Hier gab es das nächste Gespräch und ich habe mit einem einheimischen Motorradfahrer die beste Route Richtung Hells Canyon abgestimmt. Er hat mich auch gleich vorgewarnt, dass ich in den Bergen mit Regen rechnen muss. Aber das half jetzt auch nicht mehr. Irgendwann muss ich jetzt nach Osten.

Also ging es auf der 730 und 37 weiter. später dann über Nebenstrassen nach Athena und weiter auf der 204. Wie angekündigt fing es an zu Regnen und der Himmel im Osten versprach Dauerregen. Also Regenklamotten überziehen und weiter. Damit blieb ich trocken aber der Weg über den nächsten Pass (5380 Fuß) sorgte dafür das mir doch etwas Kalt wurde. Mit bedingt dadurch, dass meine warmen Handschuhe irgendwo ganz unten in der Packrolle lagen. Immerhin war die Gegend Schnee frei.

Oben auf dem Pass gab es ein zwar geschlossenes Geschäft, aber es hatte ein Vordach das ein paar Minuten ohne Regen versprach. Hier standen auch schon zwei weitere Motorradfahrer. Die beiden waren auf den Weg zu einem ADVRider Treffen mit Ralley fahren. Echte Endurofahrer von der harten Sorte. Aber auch sie haben gefroren. Gut das es sich in netter Gesellschaft gleich etwas angenehmer friert.

Nachdem ich den Pass hinter mir hatte wurden die Temperaturen wieder etwas angenehmer. Ich habe mir trotzdem etwas früher als üblich, um kurz nach fünf, in Elgins ein Motelzimmer genommen und mir eine heiße Dusche gegönnt.

Jetzt Sitze ich in Sig,s Bar. Hatte ein lecker Steak zum Abendessen und genieße mein Bier. Wenn ich mich gerade nicht unterhalte tippe ich was Ihr hier lest. Für einen Mittwoch ist hier erstaunlich was los, ca. ein dutzend Gäste. Das Restaurant nicht mitgerechnet. Zumal der Ort überschaubar groß ist. Durchfahren dauert maximal zwei bis drei Minuten. Das aber auch nur wenn man bei den Stopp Schildern tatsächlich anhält.

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