Nach einem Frühstück auf dem Campingplatz ging es heute wieder in den Yosemite National Park.
Einmal den Highway 120 von West nach Ost durch den Park. Dank eines pünktlichen Starts waren die ersten Meilen noch sehr Stressfrei zu fahren und ich konnte in aller Ruhe die schöne Landschaft genießen. Je mehr Aussichtspunkte auf der Strecke lagen desto voller wurde die Strasse und es war mal wieder das eine oder andere mal Bummeln angesagt. Die Strecke lohnt sich aber auf jedem Fall. Es gibt Wald, Berge, Wiesen und ein paar fantastische Aussichtspunkte.
Am Ostende des Parks erreicht die Strasse am Tioga Pass ihren höchsten Punkt. Mit immerhin knapp über 3000 Metern. Hier liegt dann auch vereinzelt noch Schnee.
Um den Schnee schnellst möglichst vergessen zu machen, geht es nach dem Tioga Pass sehr schnell Bergab und man findet sich in der Wüste wieder. Genauer im Mono Lake Basin.
Bevor es zum Mono Lake ging, habe ich noch einen kleinen Abstecher über den June Lake Loop gemacht. Oder auch die 158. die Strasse führt durch aus der Wüste heraus dich ein kleines Bergtal mit mehreren mehr oder weniger kleinen Seen. Im Winter Skigebiet und jetzt warn die Leute am Angeln oder sind mit Booten auf den Seen um die Wette Gefahren.
Als nächste ging es nach South Tufa an den Mono Lake. Ein kleiner Park mit interessanten Salzversteinerungen. Der Mono Lake ist einer der wenigen Binnenseen ohne Abfluss. Das Wasser wird rein durch Verdunstung wieder abgegeben. Die Salzsäule sind sichtbar war der Wasserspiegel nach einigen Baumaßnahmen um die Wasserversorgung für den Großraum LA sicherzustellen Mitte des letzten Jahrhunderts um 50 Fuß gesunken ist. Inzwischen würd dies zwar wieder etwas korrigiert, der See hat aber nach wie vor nicht wieder seine Ursprüngliche Größe. Der See gehört zu den Salzseen. Sein Salzgehalt ist ungefähr 2.5 mal so hoch wie im Pazifik.
Als nächstes gab es in Lee Vining lecker Hackbraten um Mittag.
Danach ging es über die 395 weiter Richtung Norden. Rechts die Wüste und links die teilweise mit Schnee bedeckten Berge.
Nachdem auch die 395 schon etwas in Berge geführt hatte, ging es dann bei Sonora Junction wieder Richtung Westen und richtig hoch in die Sierra Nevada über die 108.
Die ersten Meilen bis zu einem Airforce Stützpunkt sind noch recht gut Ausgebaut. Dann kommt ein Recht harmloses Schild das das weitere befahren der Strasse mit LKW und Anhängern aufgrund starker Steigungen und enger Kurven nicht empfohlen wird. Dann wird noch kurz die Höchstgeschwindigkeit auf 40 Meilen begrenzt und der Spass begann. Mit eng und steil meinen die Amerikaner Kurven und Steigungen wo ich den ersten Gang schalten musste. Im zweiten wollte die V-Strom bei Tempo 20 km/h kein Gas mehr annehmen und Drehzahlen unter 5000 waren für eine Gewisse Zeit Tabu. Was sich auf der anderen Seite Bergab übrigens teilweise wiederholt hat.
Als Ausgleich gab es Super Landschaft und oben auf dem Sonora Pass konnte ich mich im Schnee wieder etwas von der Wüste abkühlen.
Obwohl dies eigentlich nicht erforderlich wahr. Heute Nachmittag habe ich für mehrere Stunden die Sonne nicht gesehen. Es ist doch tatsächlich eine Regenfront durchgezogen. Oder besser an mir vorbei gezogen. Vom Pass aus konnte ich hinter mir das Gewitter sehen und hören, nur das ich nicht mehr da war. Bei der Abfahrt vom Pass gab es nasse Strasse und Dunst der nach dem Regen aus dem Wald Aufstieg. Aber der Regen war nicht mehr da.
An dem Rastplatz beim Pass habe ich noch zwei Rentnerinnen getroffen, die sich ihre Zeit mit Reisen und Landschaftsmalerei vertreiben. War eine nette Unterhaltung und hat den Tag etwas aufgelockert.
Somit konnte ich, wenn auch bei etwas weniger Licht, die Gegend genießen und da gab es einiges zu sehen. Das Tal nach dem Pass war fast genauso fantastisch wie Yosemite Valley, nur das die Felsen etwas rauer und zerklüfteter waren.
Am Donnel View Point gab es dann noch eine Pause und einen kleinen Spaziergang, bevor ich in Strawberry ein Hotel aufgesucht habe.
Ja richtig, ein Hotel. Etwas Luxus kann im Urlaub ja nichts Schaden und mir war heute nach einem Platz mit Restaurant und Bar.
In der Bar habe ich dann bei einem gemütlich Bier auch wieder ein paar Tipps für morgen gesammelt. Die sich erfreulicherweise sehr gut mit meiner generellen Routenplanung decken.
Das war der heutige Tag. Aus Klima Sicht ging es von gemäßigt über Kalt nach Heiß und dann wieder über Kalt zurück nach gemäßigt. Genug Abwechslung für einen Tag.















