Tag 66: Twin Lakes nach Twin Falls

Da die Mücken auch am morgen noch da waren, habe ich heute nur schnell gepackt und mich auf den Weg gemacht.

Es ging weiter über die 35 nach Norden und irgendwann auf die 697 nach Westen über La Crete nach Fort Vermillion. Diesmal ging es mit einer Fähre über den Peace River. Der sich inzwischen zu einem richtig breiten Fluss entwickelt hat.

Von Fort Vermillion ging es über die 88 und 58 wieder noch Westen und in High Level nach einer Pause und was zu Essen weiter über die 35 nach Norden. Gegenüber der 35 ging der Abstecher fast ausschließlich durch Farmland. Mal eine Abwechslung zu Wald und Sumpf.

Direkt nach der Grenze zu den Northwest Territories habe ich an der Touristeninfo gehalten und wurde prompt von einem riesigen Schwarm Pferdefliegen, Eintagsfliegen und Mücken begrüßt.  Das kommt davon, wenn man durch eine angehend fährt in der sich Wald und Sumpf abwechseln.

Inzwischen habe ich gelernt: Anhalten sofort Absteigen und ca. 3 bis 4 Meter Abstand vom Motorrad gewinnen und halten. Dann sammeln sich die Insekten bei der größeren Hitzequelle, dem Motorrad. Ich selber werde dann halbwegs in Ruhe gelassen.

Die Auskunft war nicht besonders ergiebig. Das Mädel war zwar nett, hatte aber selber anscheinend noch nicht besonders viel vom Land gesehen. Immerhin gab es Kaffee und das Haus war Fliegenfrei.

Also ging es noch ein Stück weiter bis zum Twin Falls Campingplatz. Dieser war sogar fast frei von Pferdefliegen und auch die Mücken hielten sich in grenzen. Super fand ich das 2×2 Meter große Holzplateau für das Zelt. War mal eine nette Abwechslung zum Waldboden.

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Tag 65: Sexsmith nach Twin Lakes

Der Morgen startete gemütlich mit einem gemeinsamen Kaffee und klönen mit den beiden von gestern Abend. Dadurch bin ich heute etwas später aufgebrochen.

Es ging heute weiter über die 2. Erst nach Norden später bog die Strasse nach Osten ab. Es gab Größtenteils Farmland bzw. Prairie zu sehen. Zwischendurch mal ein Fluss, der fast immer ein mehr oder weniger breites Tal in die Landschaft gegraben hat. Am Auffälligsten der Peace River. Der doch schöneres größer ist und mir auf der weiteren Fahrt noch ein paar mal begegnen soll.

 

Kurz vor Grimshaw ging es dann auf Nebenstraßen in das Tal des Peace River und an diesem entlang zum Ort Peace River. Unterwegs Bot sich eine der Historischen Stellen mit Bänken am Fluss als Pause an. Diese „Historic Sites“ sind in Kanada des Öfteren zu finden. Sie markieren wichtige Punkte in der Kanadischen Geschichte. Meist von den ersten Abenteuern die Wege in den Westen gesucht haben. Es gibt dann mehr oder weniger Ausführliche Tafeln mit Geschichtsunterricht.

Ich hatte aber noch etwas mehr Glück. Das Museum von Peace River veranstaltet im Sommer an diesen Stellen kleine Ausstellungen inklusive Mitarbeiterin die die Geschichte um den Ort etwas ausführlicher erklärt. Und ich war genau am richtigen Tag am richtigen Ort. Somit habe ich etwas Geschichtsunterricht bekommen und nebenbei noch ein paar gute Tipps für meine weitere Planung.

Damit nicht genug, es kämen auch noch zwei Motorradfahrer aus der Gegend vorbei. Somit konnte ich auch noch die einzige richtig kurvige Strasse der Gegend in den Nachmittag mit Einbauen.

 

Frisch mit Informationen gefüllt ging es nach der Empfehlung über Nebenstraßen weiter und bei Peace River auf die 2. Diesmal nach Westen bis zur 35. Dieser bin ich dann nach Norden gefolgt.

Bei Dixonville stand ein Hinweisschild für ein Geschäft mit Kaffee. Ein Kaffee und eine Kleinigkeit zu knabbern konnte nicht Schaden. Also ab in den Ort mit immerhin gut 200 Einwohnern. In dem Tante Emma Laden mit immerhin zwei ca 5 Meter langen Regal Reihen plus Waschsalon und einem 8ter Tisch für Gäste  habe ich mich dann länger aufgehalten wie geplant.

Nachdem ich mich mit meinem Kaffee zu den Einwohnern gesetzt hatte kam auch sofort ein Gespräch auf. Ich habe mir aus der reichlichen Essenauswahl, Tomatensuppe und/oder Bürger und/oder Pommes, dann noch eine Suppe bestellt. Während dessen kamen weitere Gäste tranken einen Kaffe haben sich etwas unterhalten.

Danach ging es noch ein Stück weiter auf den Campingplatz bei Twin Lakes. Hier habe ich dann die zweite Eigenschaft des Nordens kennengelernt. Mücken in nicht zählbarer Anzahl. Ich war richtig froh wie ein Parkmitarbeiter mit Feuerholz vorbei kam. Somit konnte ich doch noch etwas draußen sitzen und musste nicht den Abend im Zelt hocken.

Landschaftlich ging die 35 fast komplett durch Wald mit etwas Farmland dazwischen. Der Wald wechselte zwischen Mischwald und Birkenheinen.

 

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Tag 64: Wapiti Campground nach Sexsmith

Nach einem kleinen Snack ging es mit nass Verpacktem Zelt über Jasper nach Hinton. Es hatte in der Nacht immer wieder Gewitter gegeben. der Donner hat sogar mich das eine oder Andere mal aufgeweckt. Weniger weil der Donner so laut war, sondern mehr weil ich die Vibration im ganze Körper fühlen konnte. In Hinton gab es ein vernünftigeres Frühstück, bevor es über den Highway 40 nach Norden ging. 

Die 40 führt fast durchgängig durch die Foothills mit Wald. Hier um da mal ein Bach oder ein Abzweig für die Forstwirtschaft oder zu einer Gasförderstation.

Bei Grand Cache ging es dann noch einmal etwas Dichter an die Rocky Mountains. Die Hügel wurden etwas höher und es gab wieder diese großen Felsen zu sehen, die sie hier Berge nennen.

Auf halben Weg zwischen Grand Cache und Grand Prairie gab es dann eine kleine Pause. Hier steht doch tatsächlich mitten im Nirgendwo ein Imbisswagen. Auf dem Parkplatz Hauptsächlich LKWs.  Wer was über die Waldwege dieser Gegend erfahren möchte sollte hier einen Stopp einlegen. Die LKW Fahrer kennen jeden Kilometer und geben super Tipps. Aber Bitte eine Topokarte dabei habe. Die Tipps gehen ungefähr so: Bei Kilometer xxx auf den Waldweg und 15 Kilometer nach Westen, dann 60 km nach Süden und wieder 5 km nach Osten ist ein Schöner See mit Sandstrand. Es gab aber noch jede Menge andere Gesprächsthemen und die Pause wurde etwas länger wie geplant.

In Grande Prairie ging es etwas Einkaufen und dann noch ein kurzes Stück nach Norden über die 2 bis Sexsmith. Hier habe ich mir einen Platz auf dem Campingplatz gesucht.

Der Abend verbrachte ich dann mit zwei Nachbarn am Lagerfeuer mit Bier und netter Unterhaltung.

Wobei mir diesen Abend richtig klar wurde, ich bin weiter im Norden. Die Sonne ist erst irgendwann gegen 11:00 Uhr untergegangen und selbst dann war es eigentlich nicht wirklich dunkel.

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Tag 63: Linden nach Wapiti Campground (bei Jasper)

Irgendwann ist auch die schönste faule Zeit mal vorbei. Nach einem letzten tollen Frühstück bei Marion, Friedel und Sarah ging es wieder auf Tour.

Auf diesem Weg nochmal Danke für die tollen Tage.

Von Linden ging es ein Stück nach Wetsen und dann über die 791 nach Norden bis zur 590. der bin ich nach Westen bis Innisfail gefolgt. Von dort ging es über die 54 und 22 weiter in Richtung Westen und Norden nach Rocky Mountain Haus. Wo es Eine Pause und Stärkung für das Moped und mich gab.

 

Weiter ging es über die 11A und 11 durch die Foothills zurück in die Rocky Mountains. Bei der Einfahrt in den Park gab es bedingt durch die lange Schlange die nächste Pause.

Bei Saskatchewan River Crossing ging es dann nach Norden über den Icefields Parkway. Nächste Pause gab es beim Columbia Icefield.

Rocky Mountains

Bei dem Athabascan Falls gab es dann den nächsten Stopp und einen kleinen Spaziergang. Ab dort ging es über die 93A weiter Richtung Jasper.

Kurz vor Jasper habe ich mich dann auf dem Wapiti Campingplatz einquartiert.

Bis hierher hatte ich mich dem Wetter mal wieder richtig Glück. Es gab zwar am späten Nachmittag dicker Regenwolken und vereinzelt nasse Strassen aber ich war noch trocken. Nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte wurde ich beim verstauen der letzten Sachen aber von Hagel und Regen etwas angetrieben und den restlichen Abend habe ich bei Gewitter größtenteils im Zelt verbracht.

 

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