Tag 81: Haines nach Haines Junction

Der morgen startete mit netter Unterhaltung auf dem Campingplatz. Wobei ich diesmal nicht viel beizutragen hatte und nur spannend gelauscht habe. Das Haupthema für die meistens Campingplatzgäste ist eindeutig Angeln. Wie und wo bekomme ich die besten Lachse zu fangen.

Irgendwann bin ich dann aufgebrochen und zum Chilkoot Lake Gefahren. Dort ein bisschen spazieren gegangen und den Lachsen bei ihren Sprüngen zugeschaut. Nebenbei gab es noch ein paar Adler zu sehen.

Chilkoot Lake

Adler am Chilkoot Lake

Am Fjord entlang

Nachdem es langsam auf Mittag zu ging habe ich mich wieder aufs Motorrad geschwungen und bin über Haines nach Norden Gefahren. Die Strecke von gestern zurück. Beim 33 Mile Roadhause gab es dann etwas Verpflegung für mich und das Moped und dann bin ich dicht unter den Wolken wieder in Kanada angekommen.

Nach Überquerung des Passes schaute dann sogar mal die Sonne durch die Wolken und macht die Fahrt durch die Hochebene erheblich angenehmer. Leider reichte die Sonne nicht bis auf die Bergspitzen. So das diese wie bereits gestern in Wolken versteckt waren.

Blick auf die Berge

Je weiter ich aus den Bergen hinaus kam desto wolkiger wurde es dann wieder. Bis es schließlich für Regen reichte.

Gegen sieben habe ich mich dann in Haines Junction in ein Motel verzogen.

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Tag 80: Dyea nach Haines

Von Dyea ging es heute morgen bei wolkigem Wetter über die Nbenstrasse zurück nach Skagway und kurz vor Skagway auf den Highway 2 nach Norden. Zurück über den White Pass nach Carcross. Oben auf dem Pass durfte ich mal wieder durch Wolken fahren. Mit Sichtweite zwischen 10 und 30 Metern.

Ab Fraser bin ich auf der Kanadischen Seite glücklicherweise wieder unter die Wolken gekommen und der restliche Teil der Strecke war erheblich angenehmer.

Auf der 2

Blick auf die Berge

Nach einer Schoki und Sandwish Pause in Carcross ging es weiter über die 2 bis kurz vor Whitehorse. Ab hier ging es über den Alaska Highway nach Osten. Mit Pausen bis Haines Junction.

An der 2

Ab hier ging es weiter Richtung Süden über die 3, wieder hoch in die Berge. Leider nahmen ab Haines Junction die Wolken wieder zu, so dass sich die Bergspitzen mit ihren Gletschern größtenteils versteckt haben. Die Landschaft war trotzdem Fantastisch anzuschauen. Vor allem die Tundra ähnliche Hochebene. Kurz hinter dem Pass, auf der Pazifik Seite war dann wieder fahren in den Wolken angesagt. glücklicherweise diesmal nur ein sehr kurzes Stück und auch mit erheblich besserer Sicht als Heute morgen.

Blick über die Hochebene

Der Grenzübergang in die USA war diesmal wieder unkompliziert. Der Zollbeante hat das Visa gesehen noch ein paar Fragen gestellt und es ging weiter hinab aus den Bergen Richung Pazifik.

Die Strasse verlief meistens entlang eines Flusses und wie auch schon nach Sakway bemerkt, wurde der Wald wieder Dichter und größer.

Auf der 3

Bei Haines ging es dann noch ein Stück Richtung Chilikoot Lake. Wo ich eine Weile am Fluss gesessen und auf Bären gewartet habe. Aber obwohl alle sagen Abends ist die Richtige Zeit und auch genügend Angler Lachse aus dem Fluss geholt haben, ist kein Bär aufgetaucht.

Gegen zehn habe ich mich dann auf einem Campinplatz einquartiert und noch ein bisschen den Ausblick auf das Fjord genossen.

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Tag 79: Dyea nach Dyea

Heute habe ich mir mal ausnahmsweise den Wecker gestellt und bin um 6:30 Uhr aufgestanden. Kurzes Frühstück und dann nach Skagway in den Hafen. 

Um 7:30 Uhr kaum das Boot und die Fahrt nach Joneau ging los. Das war mal sehr angenehm, nicht selber am Steuer zu Sitzen. Auch der Anblick der Berge ist vom Wasser was ganz anderen wie sonst. Die Tagestour war eine gute Mischung, 2,5 Stunden Bootsfahrt auf dem Hinweg. Wobei bei Walen, Seehunden oder Adlern auch mal gestoppt wurde. Ansonsten hat der Kapitän immer mal wieder etwas zur Gegend erzählt.

Blick zurück auf Skagway

Wal

Blick zur Küste

Dann wurde auf einen Bus umgestiegen und es ging eine gute Stunde mit dem Bus nach Downtown Juneau. Auch hier wieder mit Infos von der Busfahrerin. Es folgten drei Stunden Aufenthalt in Downtown. Zeit um sich etwas umzusehen und Mittag zu essen. Auch hier lagen die Kreuzfahrtschiffe, teilweise an einem Anleger direkt im Zentrum. Allerdings ist Juneau mit gut 30.000 Einwohnern etwas größer und die Touristen haben nicht so dramatisch die Überhand. Ich habe mich zum Mittag etwas aus der Touristenecke entfernt und in einem gemütlichen Kaffe eine Fischsuppe und ein Sandwich genossen.

Juneau, rechts Schiff, links Haupt Einkaufsmeile

Weiter ging es per Bus zum Mendenhall Gletscher. Hier nur eine Stunde Aufenthalt. Da hätten sie aus meiner Sicht etwas weniger Zeit in der Stadt und dafür etwas mehr am Gletscher einplanen können. Egal es war genug Zeit um sich etwas umzuschauen und sich Nebenbei von einem Bären erschrecken zu lassen. Der kam doch einfach zwei Meter nehmen mir aus dem Busch. Wir haben beide etwas komisch dreingeschaut und dann ist der kleine Schwarze weiter getrabt. Die Leute hinter mir wurden allerdings etwas hysterisch. Wahrscheinlich war es auch mehr der Aufschrei auf den hinteren Rängen.     der den Bär veranlasst hat schnell das weite zu suchen.

Mendenhall Glacier

Dann ging es mit dem Bus zurück zum Boot. Diesmal allerdings nur ca. 20 Minuten. Das Schiff war uns etwas hinterher gekommen.

Bequehmer geht's nicht, oder?

Küste

Nach ein paar Stopps bei Walen, Seehunden und in Haines bin ich gegen 20:30 Uhr wieder in Skagway angekommen. Auf dem Schiff gab es unterwegs noch eine Fischsuppe zum Abendbrot. Somit bin ich fast direkt zum Campingplatz. Vorher habe ich noch eine Rund durch die Geisterstadt gedreht. Zumindest hat sie wie eine Geisterstadt gewirkt, nachdem die Kreuzfahrtschiffe abgelegt hatten.

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Tag 78: Carcross nach Dyea

Nachdem ich am gestrigen Abend noch eine Weile mit Marsh zusammen am Feuer gesessen und geklönt habe, startete der heutige morgen etwas später.

Für den morgen hatte ich mich mit Marsh zum Frühstück verabredet. Als ich bei ihm am Zeltplatz stand war er gerade dabei seine letzten Sachen auf Moped zu Laden. Dabei viel mir auf, dass sein Hinterradreifen mit jedem Gepäckstück etwas platter wurde. Er hatte sich einen Nagel eingefangen. Also wieder abladen und Reifen Flicken. Das klappte problemlos und danach sind wir nach Carcross zum Frühstück.

Nach dem Frühstück, oder inzwischen könnte man auch Mittag sagen, haben wir uns getrennt. Für ihn ging es nach Osten und ich bin in den Süden nach Skagway.

Eine kurze Strecke für heute. Nur gut 100km. Die Landschaftlich aber doch einiges zu bieten hatte. Vor allem die Hochebene kurz vorm White Pass war mal eine ganz andere Landschaft. Felsen mit Seen dazwischen. Wobei die Felsen teilweise mit Moos bewachsen sind und es vereinzelte kleine Bäume gibt.

Bove Island

Kurz vom Pass

Auf der amerikanische Seite, südlich vom Pass, hat sich die Landschaft dann verändert. Es gab wieder Wald mit großen Bäumen, Moos auf dem Boden und teilweise auch auf den Bäumen. Hier am Pazifik scheint es ein anderes Klima zu geben.

Skagway ist dann einfach zu beschreiben. Man nehme einen Ort mit 832 Einwohnern und vier großen Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Das gibt? Dem entsprechend sieht es im Ortskern aus. Es wirkt fast als ob es genauso viele Geschäfte wie Wohnhäuser gibt. Das stimmt natürlich nichts ganz. Es gibt auch noch zwei Campingplätze, ein paar Motels und Kneipen mit Brauerei im Ort. Der Ortskern ist nett gemacht, allerdings besteht er zu 50% aus Juwelieren, 40% Souvenirläden, und 10% Sinnvollem. Ok, ich mag etwas übertreibe, aber nur etwas.

Blick auf Skagway

Fahrt durch Skagway

Also hieß es für mich kurz umschauen, den einen Supermarkt aufsuchen und etwas einkaufen. Dann ging es die knappen 20km nach Dyea auf einen Campingplatz in der Natur. Dort bin ich etwas spazieren gegangen und habe geschaut was vom alten Ort Dyea noch übrig ist. Nicht viel, eine Häuserfront und ein paar Balken von einem weiteren Haus. Auch noch zu erkennen wo vor gut Hundert Jahren Bäume entlang einer Strasse gepflanzt worden waren. Ansonsten war nichts mehr vorhanden. Der Wald hat den ganzen Ort zurück erobert.

Auf dem Weg nach Dyea

Dann noch etwas Abendessen bei Feuer, zum Mücken verscheuchen, auf dem Zeltplatz und Pünktlich ins Bett.

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