Tag 39: South Lake Tahoe nach El Dorado

Der erste Weg führte mich heute morgen zu einer Motorradwerkstatt, die ich gestern bei meiner Ankunft in South Lake Tahoe gesehen hatte. Es wurde schließlich mal Zeit die Reifen nach nunmehr gut 13.000 km zu wechseln.

Das Geschäft hatte gerade geöffnet als ich dort ankam. Grundsätzlich könnten sie die Reifen wechseln, der Mechaniker kommt aber erst in einer guten Stunde, war die Antwort auf meine Anfrage. Was mich erstmal nicht weiter störte. Gab mir Zeit das Motorrad etwas zu waschen und mir ein Frühstück zu gönnen. Als ich nach dem Frühstück zurück bei der Werkstatt war, ging es auch gleich los und ich kann jetzt ein vollkommen anderes Fahrgefühl genießen. Die alten Reifen waren durch die langen Graden Strecken in der Wüste doch recht Eckig geworden.

Nachdem der Vormittag für mich recht relaxed vorüber gegangen war, ging es jetzt über die 50 Richtung Süden bis zum Ort Meyers. Ab hier ging es über die 89 weiter bis ich auf die 88 Richtung Westen abgebogen bin. Die 89 und 88 führten mich wieder richtig hoch in die Sierra Nevada über den Luther und Carson Pass. Wobei der Carson Pass mit  8560 Fuß sozusagen den Höhepunkt der heutigen Etappe gebildet hat.

Es ging wieder durch die Berge vorbei an Seen und durch Wälder. Eigentlich das gleiche wie auch in den letzten Tagen. Es boten sich aber immer wieder neue Super Aussichten und somit wurde es nicht langweilig.

Nachdem ich die Berge schon fast hinter mir gelassen hatte bildete sich mal wieder eine Schlange hinter einem Wohnmobil und es ging nur langsam voran. Irgendwann hatte ich dann einen anderen Motorradfahrer hinter mir. Dies blieb bis Jackson so, wo wir dann nebeneinander an der Ampel standen und uns erstmal unterhalten haben. Naja zumindest kurz bis die hinter uns mit Hupen auf die Grünphase aufmerksam machten.

Wir sind dann gemeinsam Richtung Norden auf die 49 abgebogen und eine Weile hintereinander her Gefahren. Irgendwann entdeckte ich ein Restaurant an der Strasse und dachte, fahr mal ran und schau ob er auch Anhält. Tatsächlich er folgte mir auf den Parkplatz. Das Restaurant hatte natürlich geschlossen. Aber Geo, wie ich inzwischen wusste, meinte er wohnt nur 10 Meilen weiter in Richtung Norden und wir können bei ihm etwas trinken und klönen. Gesagt und getan. Auf ging’s zu Geo.

Gute anderthalb Stunden später war bei uns beiden Zeit etwas zu Essen und wir sind mit Geo’s Auto zu einem Mexikaner Gefahren. Essen war lecker und wir haben uns weiter unterhalten. Inzwischen war es 8:00 Uhr durch und mir kam langsam die Überlegung ob ich nicht weiterfahren und mir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen sollte. Das war aber gar nicht nötig. Geo hat mich eingeladen bei ihm zu Übernachten. Somit haben wir noch einen sehr netten Abend verbracht und ich habe dann meine Matratze und Schlafsack bei Geo auf der Terrasse ausgerollt. Hier waren nämlich inzwischen angenehmere Temperaturen wie in seinem Haus. Das durch die 43 Grad Celsius am heutigen Tag doch recht aufgehetzt war.

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