Irgendwann am frühen morgen bin ich aufgewacht weil irgendwas großes am Zelt vorbei gegangen ist. Nach dem Schatten der auf das Zelt viel muss es ein Büffel gewesen sein. Nach den Geräuschen auch mehrere. Da ich sowieso nichts unternehmen konnte habe ich mich umgedreht und weitergeschlafen. Manchmal ist es doch gut zu müde zu sein um sich großartig Gedanken zu machen. Nach dem aufstehen bin ich dann fast in den büffelfladen getreten. Zum Glück war der Campingplatz ansonsten aber leer.
Leider hat sich das Kälte Wetter nicht so schnell verzogen undich habe nach dem ich meine Sachen gepackt hatte kurz mit dem Gedanken gespielt mir ein Feuer zum Aufwärmen zu machen. Aber nach Fort Nelson, dem nächsten Ort, sind ja nur gute 200 km. Ein Katzensprung. Das werde ich schon überstehen.

Die Fahrt hat dann doch etwas länger gedauert. Da sich die Büffelherde unterwegs diesmal nicht so leicht vertreiben lies. Die sind immer nur die Strasse lang getrabt und hatten nach maximal 100 Metern die Schnauze voll und sind angehalten. Zusätzlich haben sich die älteren und größeren Bullen überhaupt nicht von meinen Versuchen beeindrucken lassen. So das ich sie bei jedem Versuch im Rücken hatte. Also habe ich erstmal die Kamera ausgepackt ein paar Fotos gemacht und eine Zigarettenpause eingelegt. Irgendwann kam dann ein Auto vorbei und nach kurzer Absprache habe ich mich da hinten dran gehängt. Der musste mit seinem Pickup die Büffel fast von der Strasse schieben. Aber wir sind durch gekommen.

Danach ging es ungestört über die 7 und später die 77 weiter nach Süden. Wobei die 77 dann auch wieder Asphaltiert war. Nach knapp 200 km bin ich dann an der 97, dem Alaska Highway angekommen. Diesem bin ich ein kurzes Stück nach Osten gefolgt bis Fort Nelson. Hier gab es Stärkung für amoped und mich. Zusätzlich kam auch die Sonne raus und es war angenehm warm. Fata schon zu warm für meine Klamotten.
Weiter ging es auf der 97 nach Westen und wieder in die Rocky Mountains. Hier nahmen die Olken wieder zu und mit zunehmender Höhe die Temperatur noch weiter ab. So das meine kurze Aufwärmphase beim ersten Pass bereits wieder verbraucht war.




In Muncho Lake habe ich mich dann in ein Motel einquartiert. Ich hatte einfach keine Lust morgen früh wieder zu frieren.