Tag 54: Idaho Falls nach Palisades Recreation Side

Nach einem Frühstück im Sonnenschein auf dem Campingplatz ging es über die 26 nach Westen. Die Strasse führt durch ein langes Tal immer weiter in die Berge. Die Umgebung wurde nach und nach immer grüner.

Bei Swan Valley ging es dann weiter auf der 31. Diese brachte mich jetzt merkbar in höhere Gebiete der Rocky Mountains. Genauer der Teton Range. Die 31 ist mal wieder als Scenic Byway ausgewiesen. Eine Bewchreibung des Weges und der Möglichkeiten hat mich kurz überlegen lassen dem Weg weiter zu folgen. Das hätte mich aber entlang der Westseite der Teton Range geführt und somit einen gehörigen Umweg zum Eigentlichen Tagesziel dem Yellowstone NP bedeutet. Somit habe ich mich für meinen Ursprünglichen Weg entschieden. Eine Entscheidung die den weiteren Tagesverlauf negativ beeinflussen sollte. 

Bei Victor wurde auf die 33 gewechselt. Dies führte über den Teton Pass und damit erstmals in kühlere Höhe. Aber immerhin ohne Schnee. In Jackson, dem letztem Größeren Ort vor den Nationalparks wollte ich mir etwas warmes zu Essen gönnen. Stopp bei 3 Restaurants und alle überfüllt. Schlange stehen um einen Tisch zu bekommen. Da ich noch Obst und Müsliriegel dabei hatte, hallte ich wohl bis Grand Village im Yellowstone NP durch. So zumindest mein Gedanke.

Also weiter auf der 89 nach Norden und damit in den Grand Teton NP.  Die Strasse führt die ganze Zeit durch ein Tal mit Wiesen und zur Linken gab es fast durchgängig freien Blick auf die Teton Range. Zwischendurch gab es auch noch ein paar Seen zu bewundern. Eine sehr schöne Strecke.

Irgendwann ging es dann in den Yellowstone National Park. Die Strasse führte jetzt immer mehr durch recht jungen Wald entlang am Lewis River.  In Grand Village bin ich dann zur Information. Was ich mir auch hätte sparen können. Im Gründe hat der Ranger mir erzählt, das ich zum Old Faithful soll und ansonsten könnte ich morgen ja den Park Abfahren. dafür würde ein Tag reichen. Auf meine Frage nach Wanderwegen war die Antwort, ja die gibt es. Bei Campingplätzen hat er mal eben schnell die Runtergeleiert die bereits belegt sind. das in einer Geschwindigkeit wo ich kaum folgen konnte. Auf alle Fälle habe ich kapiert, dass alle halbwegs zentralen Plätze voll sind.

Naja Tag nicht verderben lassen und erstmal ins Restaurant was Essen. Pustekuchen, auf einem Sonntag Nachmittag geschlossen.

Also auf zum Old Faithful. Hier gibt es schließlich die nächste Info und Restaurant. Die Auskunft an der Info war in sofern besser, dass sie mir auf meine Frage nach Wanderwegen eine Karte angeboten hat. 

Somit habe ich kurz Old Faithful beim Dampfen zugesehen und dabei noch einen Müsli Riegel und Apfel gegessen. Dann zurück zum Motorrad und mir den Kürzesten Weg aus dem Park gesucht. Auf gut Glück hatte ich bei dem Verkehr nämlich keine Lust durch die Gegend zu fahren.

Apropos Verkehr. Ich habe heute drei Varianten erlebt. Ich stecke irgendwo in einer Schlange und dümple mit 25 bis 35 Meilen vor macht hin, Ich stehe im Stau oder führe mit 50 Meilen bei erlaubten 45 die Schlange an. 

Aus dem Park raus sollte es in West Yellowstone jetzt endlich was warmes zu Essen geben und ich habe prompt mein erstes Restaurant erwischt wo es nicht geschmeckt hat. Der Nachmittag wollte sich anscheinend noch steigern.

Da ich meine Planung komplett über den Haufen geworfen hatte, bin ich dann einfach der 287 nach Nord-Westen gefolgt und habe bei erlaubten Tempo 70 Meilen noch etwas Strecke zurückgelegt. Die Strasse führte am Anfang durch Berge mit ähnlicher Landschaft wie im Nationalpark. Wald, Seen und Fluss wechselten sich ab. Später ging es dann in ein Tal mit Prairie immer schön an einem Fluss entlang.

Eine knappe Stunde später hat sich die Sonne dann so langsam Richtung Bergspitzen bewegt und ich habe in der Palisades Recreation Area auf einem Campingplatz für die Nacht angehalten.

 

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Tag 53: Ketchum nach Idaho Falls

Irgendwie hat die lange Nacht vorher doch ihrem Tribut gefordert. Hat heute etwas länger gedauert bis ich wach wurde. Aber ich lag ja auch in einem schön kuscheligen Bett.

Nach einem Kaffe im Motel habe ich erstmal ein bisschen Mopedwartung gemacht. Die letzten Tage war doch das eine oder andere Teil angefangen zu Klappern. Aber nachdem ich ein paar Schrauben festgezogen habe ist wieder alles im Lot.

Danach ging es auf der 75 weiter Richtung Süden bei strahlendem Sonnenschein. Anscheinend ist die Regenfront der letzten Tage durchgezogen.

Irgendwann ging es dann auf der 20 nach Westen zum Craters of the Moon National Park. Hier gab es mal Vulkan Landschaft der anderen Sorte. Kein Überragender Gipfel sondern eine Riesen Fläche voll Lava und Asche.  Die Vorhandenen Vulkan Krater ragen unscheinbar aus der Ebene Heraus. Der Höhenunterschied zwischen der Ebene und den Kratern besteht nur aus 500 bis 1000 Fuß. Damit erreichen die Krater trotzdem 6000 bis 6500 Fuß.

Für faule Besucher gibt es eine Strasse die zu den Hauptsehenswürdigkeiten führt. Dieser bin ich gefolgt und habe zwei Abstecher zu Fuß gemacht. Einmal auf den Inferno Cone. Man wurden die Motorradstiefel schwer. Gute 600 Meter Weg und knappe 200 Meter Höhenunterschied während der ersten Hälfte. Aber die Aussicht war es allemal Wert. Für die Hölen habe ich mir dann andere Schuhe Angezogen. Die Stiefel sind doch nicht so recht zum klettern über Steine geeignet. Ich habe mir allerdings nur drei der Höhlen angeschaut. Den Indian Tunnel, die Dewdrop Cave und die Beauty Cave. In der letztgenannten kam dann zusätzlich zum Klettern nach Eis hinzu. Der Höhlenboden liegt maximal 10 Meter unter der Oberfläche, trotzdem friert es bei gut 20 Grad Außentemperatur. 

Vom Crater of the Moon NP ging es weiter über die 20 nach Osten. Durch eine nicht Enden Wollenden Ebene nach Idaho Falls. Hier habe ich mich auf einen Campingplatz einquartiert und mir erstmal ein Anständiges Abendessen gegönnt.

 

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Tag 52: Council nach Ketchum

Bei Deborah und Gerry gab es bei einem Kaffe noch einen netten Vormittag. Bevor ich mich dann gegen Mittag wieder auf die Strasse begeben habe.

Es ging von Council größtenteils durch ein Tal mit Landwirtschaft weiter über die 95 nach Norden bis New Meadows. Von dort über die 55 wieder Richtung Süden bis Banks. Dort bin ich auf eine Nebenstraße nach Osten abgebogen und es ging am Payette River entlang durch die Berge.

Bei Lowman ging es auf dem Highway 21 weiter am Fluss entlang bis ich irgendwann über einen Pass in die Hochebene rund um Stanley und Swatooth gekommen bin. In Stanley gab es ein nicht ganz so frühes Abendessen und es wurde eigentlich  Zeit mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzuschauen. Allerdings ist dies Touristengegend und da Freitag ziemlich belegt. Was mich genau genommen auch nicht weiter störte. Die Lodges waren nicht mein Preisbereich und zum Zelten war es mir hier oben eindeutig zu Kalt. Für die Nacht sind für hier 3 Grad Celsius angekündigt.

Somit ging es ab Stanley weiter über die 75 nach Süden. Von der Strasse gab es eine super Aussicht auf die Sawtooth Range und es war nicht zu übersehen wieso die Berge diesen Namen bekommen haben. Richtung Ende der Hochebene konnte ich immer besser die Regenwolken im Bereich des nächsten Passes erkennen. Somit war ein kurzer Stopp und Regenklamotten anziehen angesagt. Die zusätzliche Kleidungsschicht hat auch Aufgrund der Temperaturen nicht geschadet.

Bei der Auffahrt zum nächsten Pass kam dann auch tatsächlich der Regen. Bzw. ab einer gewissen Höhe Regen vermischt mit Schnee. Zum Glück nicht allzu viel davon und es blieb zumindest auf der Strasse nichts liegen.

In Ketchum habe ich mich dann in der Lift Tower Lodge niedergelassen. Dank eines kleines Rabattes sogar zu einem vernünftigen Preis für eine Touristengegend am Wochenende. Aber somit konnten sie auch ihr letztes Zimmer vermieten.

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Tag 51: Elgins nach Council

Der heutige Tag startete recht zeitig bei bewölktem Himmel. Aber immerhin war es trocken und die Wolken sahen nach Schauer und nicht nach Dauerregen aus.

Von Elgin ging es über die 82 nach Osten. Erst noch durch die Landwirtschaftlich genutzte Ebene und dann kurz über ein paar Berge in das Wallowa Valley. Auch diese Tal ist Hauptsächlich durch Landwirtschaft geprägt. Die nahen Berge, auch genannt Oregons kleine Schweiz, machen aber auch dem Tourismus etwas Raum. Die Berge bieten nach dem gestrigen frischen Schneefall einen fantastischen Anblick mit schön weißen Spitzen.

 

In Enterprise gab es ein spätes Frühstück und ein paar Meilen später ging es Richtung Süden auf einer kleinen Nebenstraße dann in die Hells Canyon National Recreation Area. Die Gegend besticht durch enge Täler, Wald und Felsen. Am Hels Canyon Overview gab es einen ersten Stopp. Kurz vor dem Aussichtspunkt fing es natürlich an zu regnen. Dieser hat sich zum Glück nur ca. 10 Minuten in der Gegend gehalten.

Der Strasse weiter folgend bin ich dann auf der 86 angekommen und dieser nach Homestead gefolgt.  Ab dort ging es über Privatstrassen zum Hells Canyon Damm. Die Strasse schlängelt sich über etliche Meilen am Stausee entlang. Am Anfang noch von normalen Bergen mit etwas flachem Land umgeben, werden die Berge nach und nach immer Steiler bis man wirklich durch den Hells Canyon fährt.

 

 

Vom Hells Canyon Damm ging es die gleiche Strasse mangels Alternativen wieder zurück. In Homestead ging es links ab Richtung Süden. Vorbei am Oxbow Damm und dem nächsten Stausee. Kurz hinter dem Brownee Dam ging die Privatstrasse dann in den Highway 71 über.

Der 71 bin ich dann bis nach Cambridge gefolgt. Von dort ging es über die 95 nach Norden. In Council gab es dann einen Tankstopp plus Kaffee für mich. Dort bin ich mit Deborah ins Gespräch gekommen und sie hat mich für die Nacht zu sich und ihrem Freund eingeladen.

Somit ist der Tag mit einem nettem Abend bei ein paar Bier im Haus von Deborah und Gerry zu Ende gegangen.

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