Tag 78: Carcross nach Dyea

Nachdem ich am gestrigen Abend noch eine Weile mit Marsh zusammen am Feuer gesessen und geklönt habe, startete der heutige morgen etwas später.

Für den morgen hatte ich mich mit Marsh zum Frühstück verabredet. Als ich bei ihm am Zeltplatz stand war er gerade dabei seine letzten Sachen auf Moped zu Laden. Dabei viel mir auf, dass sein Hinterradreifen mit jedem Gepäckstück etwas platter wurde. Er hatte sich einen Nagel eingefangen. Also wieder abladen und Reifen Flicken. Das klappte problemlos und danach sind wir nach Carcross zum Frühstück.

Nach dem Frühstück, oder inzwischen könnte man auch Mittag sagen, haben wir uns getrennt. Für ihn ging es nach Osten und ich bin in den Süden nach Skagway.

Eine kurze Strecke für heute. Nur gut 100km. Die Landschaftlich aber doch einiges zu bieten hatte. Vor allem die Hochebene kurz vorm White Pass war mal eine ganz andere Landschaft. Felsen mit Seen dazwischen. Wobei die Felsen teilweise mit Moos bewachsen sind und es vereinzelte kleine Bäume gibt.

Bove Island

Kurz vom Pass

Auf der amerikanische Seite, südlich vom Pass, hat sich die Landschaft dann verändert. Es gab wieder Wald mit großen Bäumen, Moos auf dem Boden und teilweise auch auf den Bäumen. Hier am Pazifik scheint es ein anderes Klima zu geben.

Skagway ist dann einfach zu beschreiben. Man nehme einen Ort mit 832 Einwohnern und vier großen Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Das gibt? Dem entsprechend sieht es im Ortskern aus. Es wirkt fast als ob es genauso viele Geschäfte wie Wohnhäuser gibt. Das stimmt natürlich nichts ganz. Es gibt auch noch zwei Campingplätze, ein paar Motels und Kneipen mit Brauerei im Ort. Der Ortskern ist nett gemacht, allerdings besteht er zu 50% aus Juwelieren, 40% Souvenirläden, und 10% Sinnvollem. Ok, ich mag etwas übertreibe, aber nur etwas.

Blick auf Skagway

Fahrt durch Skagway

Also hieß es für mich kurz umschauen, den einen Supermarkt aufsuchen und etwas einkaufen. Dann ging es die knappen 20km nach Dyea auf einen Campingplatz in der Natur. Dort bin ich etwas spazieren gegangen und habe geschaut was vom alten Ort Dyea noch übrig ist. Nicht viel, eine Häuserfront und ein paar Balken von einem weiteren Haus. Auch noch zu erkennen wo vor gut Hundert Jahren Bäume entlang einer Strasse gepflanzt worden waren. Ansonsten war nichts mehr vorhanden. Der Wald hat den ganzen Ort zurück erobert.

Auf dem Weg nach Dyea

Dann noch etwas Abendessen bei Feuer, zum Mücken verscheuchen, auf dem Zeltplatz und Pünktlich ins Bett.

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