Heute morgen ging es nach einem kleinen Frühstück auf den Ingraham Trail. Eine 70km lange Sackgasse in den Westen von Yellowknife.
Dank eines Stromausfalls in Yellowknife musste ich aber vorher meinen Reservekanister in den Tank umfüllen. Ohne Strom keine Benzinpumpen, da hätte ich heute beinahe festgesessen.
Wer in der Gegend ist sollte hier unbedingt lang fahren und sich die Landschaft anschauen. Die Strasse ist zwar zur Hälfte Schotterpiste aber die Hügelige Landschaft mit den Seen und Felsen ist es wert ein bisschen durchgeschüttelt zu werden. Picknick Bereiche, Campingplätze und ein paar Wanderwege finden sich hier ebenfalls.





Wieder zurück in Yellowknife konnte ich dann Tanken und habe mir auch eine Kleinigkeit zu Mittag gegönnt. Bevor es wieder auf den Highway 3 zurück nach Süden ging. Dies bei inzwischen stark Bewölkten Himmel. Heute hat mich das Wetter mal im Stich gelassen und so gab es dann auch ein paar kurze Schauer unterwegs.
Ungefähr auf halber Strecke kommt mir ein Auto entgegen und macht mit Lichthupe und Zeichen auf sich Aufmerksam und hält an. Ich halte daneben und erfahre vom Fahrer das es ca. 70 km weiter Sturm und Hagel gibt. Da die Alternative bedeutet 150km zurück nach Yellowknife zu fahren, vertraue ich auf mein Glück und fahre weiter. Tatsächlich bleibt mir der Hagel erspart, der Wind frischte aber ordentlich auf und bei den Böen hatte ich meine Liebe Mühe das Moped auf meiner Straßenseite zu halten. Zusätzlich wurde es ziemlich kalt, geschätzt im einstelligen Temperatur Bereich. Also Pulli anziehen und die warmen Handschuhe auspacken.
Als Ausgleich kann ich heute bestätigen, dass die Hinweisschilder für Büffel an dieser Strecke nicht umsonst stehen. Die erste richtig große Gruppe war noch ein ziemliches Stück von der Strasse entfernt. Die nächsten beiden dreier Gruppen marschierten praktisch auf der Strasse. Zum Abschluss gab es noch eine größere Gruppe mit Jungtieren die direkt neben der Strasse am Grasen war.


In Fort Providence habe ich mich dann im Motel einquartiert. Bei dem Wind währe das Zelt weggeflogen bevor ich den ersten Hering im Boden habe.